Technik
Donnerstag, 26. Mai 2011

Allianz mit Streaming-Dienst Spotify: Auf Facebook spielt die Musik

Das weltgrößte soziale Online-Netzwerk Facebook tut sich nach einem Medienbericht mit dem Streaming-Dienst Spotify zusammen, um seinen Nutzern Musik übers Internet anzubieten. Der Service könne schon in zwei Wochen an den Start gehen, schrieb das Magazin "Forbes" unter Berufung auf Verhandlungskreise. In Deutschland wird es das Angebot - wie übrigens auch in den USA - zunächst nicht geben, weil es noch an einer Einigung mit der Musikindustrie fehlt.

Auch Videos über Facebook ausleihen

Ob das Angebot "Facebook Music" oder "Spotify on Facebook" heißen wird, ist noch unklar.Nach Angaben von Forbes soll ein Spotify-Symbol bei Facebook erscheinen und die Nutzer können dann alleine oder gemeinsam mit Freunden Musik übers Internet anhören. Das geht zwar jetzt (und ganz ohne Facebook) auch schon - die Freunde können sich den Link auf ein Musikstück bei auch per Mail, Messenger oder etwa Twitter zuschicken.

Facebook würde sich damit aber weiter als Unterhaltungsdrehscheibe etablieren. Spiele gehören schon lange zum Repertoire, zuletzt testete das Hollywood-Studio Warner Brothers auch ein den Online-Videoverleih via Facebook. Bezahlt werden sollte dabei übrigens mit dem kürzlich angekündigten Bezahlsystem von Facebook, den "Credits".

Facebook will sich auch als Drehscheibe für Unterhaltung etablieren
Facebook will sich auch als Drehscheibe für Unterhaltung etablieren

Auf Spotify können sich Facebook-Nutzer schon jetzt über die Schnittstelle "Connect" anmelden und dann sehen, was ihre Facebook-Freunde gerade hören. Der Streaming-Dienst wird dem Bericht zufolge nicht an den Werbeeinnahmen beteiligt, die die Integration in Facebook erzeugen wird. Für den Junior-Partner geht es wohl vor allem darum, neue zahlende Kunden für sein Premium-Angebot zu gewinnen, das etwa in Großbrittanien mit zehn Pfund, in Frankreich, Spanien oder den Niederlanden mit zehn Euro zu buche schlägt.

Das Online-Netzwerk Facebook hat rund 600 Millionen Nutzer, was es für Unternehmen als Vertriebsplattform hochinteressant macht. Umgekehrt erhofft sich Facebook von mehr Inhalten auch noch mehr Nutzer, die dann noch länger verweilen.

Quelle: n-tv.de

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