Technik
Im Sommer ist Europameisterschaft, da kann man jetzt schonmal an das richtige Equipment denken.
Im Sommer ist Europameisterschaft, da kann man jetzt schonmal an das richtige Equipment denken.(Foto: Philips)

Zocken, Filme und Präsentationen: Beamer unter 1000 Euro

Ein großer Fernseher ist gut, ein Beamer ist noch besser, denn er macht das Heim erst wirklich zum Kino und Spiele werden auf Großbildleinwand noch realistischer. Überzeugende Modelle gibt es schon ab gut 500 Euro.

Draußen tobt der Winter, da fällt es schwer, die heimische Couch zu verlassen. Zu verlockend ist der Fernseher, zu einladend der Rechner. Nun sind Filmegucken oder Zocken auf LED-Display nett, größer wird das mediale Vergnügen aber, wenn man es auf Leinwandformat steigert. Beamer machen das möglich – und sind im Hinblick auf die EM im kommenden Sommer eine zukunftsweisende Investition. Die Vergleichsexperten von guenstiger.de haben gemeinsam mit n-tv einige interessante Modelle recherchiert, die bereits für unter 1.000 Euro zu haben sind.

Der BenQ TH681 zum Beispiel liegt momentan bei rund 580 Euro. Die UVP sind 900 Euro. Er unterstützt Video-Formate bis zu 1080p. Die sogenannte Triple Flash-Technologie verdreifacht die Bildwiederholungsrate auf 144 Hertz und entlastet so die Augen. Auch dreidimensionale Inhalte werden auf diese Weise ohne Flimmern wahrgenommen. Zur energieeffizienten Nutzung passt der Beamer seine Leuchtkraft an die jeweiligen Inhalte an. So wird nur die Menge an Licht erzeugt, die auch tatsächlich benötigt wird. Laut Chip.de eignet sich der TH 681 auch bestens zur Verwendung in hellen Räumen. Im Standby-Modus sinkt der Verbrauch auf 0,5 Watt. Damit werden Energiekosten verringert und die Lebensdauer der Lampen verlängert.

Der LG-Beamer gehört nicht zu den handlichsten, kann aber Einiges.
Der LG-Beamer gehört nicht zu den handlichsten, kann aber Einiges.(Foto: LG Technologies)

Für 929 Euro wird derzeit der LG Electronics PF1500 angeboten. Das Modell kam im April 2015 mit einer UVP von 1000 Euro auf dem Markt.   Mit einer Projektionsfläche von bis zu 120 Zoll bringt das Gerät Kino-Atmosphäre nach Hause. Klare Bilder liefert der Beamer dank seiner Full-HD-Auflösung und der maximalen Helligkeit von 1.400 Lumen. Tester loben neben dem sehr leisen Betriebsgeräusch das kompakte, pflegeleichte Design des weißen Beamers, sowie das nahezu unhörbare Betriebsgeräusch. Bei einem Gewicht von 1,5 Kilogramm misst der LG Electronics PF1500 132 x 84 x 220 Millimeter. Lob gibt es auch für die Bedienbarkeit. Dank Intel WiDi kann man kabellos Inhalte vom Computer oder vom Smartphone übertragen. Präsentationen lassen sich via USB-Stick abspielen. Die größte Schwäche des Geräts lässt sich korrigieren: Die ab Werk eingestellte Farbwiedergabe konnte Tester nicht ganz überzeugen. Die Lampenlebensdauer beträgt 30.000 Stunden.

Der BenQ W1070 aus dem Jahr 2012 kommt auf eine Bilddiagonale von bis zu 200 Zoll und eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, also Full-HD. Auch er unterstützt diverse 3D-Formate. Dank ISF-zertifizierter Kalibrierung passt das Gerät automatisch Schärfe, Farbwiedergabe und Kontrast an den jeweiligen Aufstellungsort und das vorhandene Licht an. Mit seinen 2000 Lumen liefert er auch in  hellen Räumen ein sehr gutes Bild. Ein integrierter 10-Watt-Lautsprecher sorgt für den passenden Sound, wobei Tester die Lautstärkeeinstellungen als etwas grobstufig kritisieren. Ist der SmartEco-Modus eingestellt, lassen sich laut Hersteller bis zu 70 Prozent Energie einsparen und die Lebensdauer der Lampen auf bis zu 6000 Stunden erhöhen. Momentan ist das Gerät schon für 699 Euro zu haben, den Tests nach zu urteilen ein ein ziemlich gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Mobiles Leichtgewicht von Acer

Noch etwas günstiger ist der weiße H6510BD von Acer, den man schon ab 579 Euro bestellen kann. Damit ist er einer der günstigsten Full-HD-Beamer, die derzeit zu haben sind. Bei einem Gewicht von lediglich 2,2 Kilogramm erweist sich das Modell als äußerst handlich und lässt sich einfach transportieren, so dass er ideal für alle ist, die einen mobilen Beamer für Präsentationen suchen. Dank heller Lampe eignet er sich besonders für helle Umgebungen, der Filmgenuss ist mangels beweglichem Objektiv aber etwas eingeschränkt, wenn man nicht den idealen Aufstellungsort wählt. Zudem ist der Lüfter recht laut. Im Normalmodus beträgt die Lebensdauer der Lampen 4000 Stunden, im Energiesparmodus sind es 5000 Stunden und im ExtremeEco-Modus sogar 7.000 Stunden. Der Die maximale Bilddiagonale des Projektors liegt bei 7,62 Metern. Selbst dreidimensionale Inhalte lassen sich mit dem Apparat abspielen. Blu-Ray-Player oder Spielekonsolen können ganz einfach über die HDMI-Schnittstelle mit dem Acer H6510BD verbunden werden.

619 Euro werden momentan für den Optoma HD26 in weiß aufgerufen. Auch hier können dank Full-HD-Auflösung selbst Blu-Ray-Filme ohne Downscaling angeschaut werden. Dreidimensionale Formate lassen sich ebenfalls wiedergeben. Wird der Beamer per HML mit Smartphone oder Tablet verbunden, können ganz einfach Inhalte vom Mobilgerät auf die große Leinwand übertragen werden. Viele Tests gibt es nicht über das Gerät, das seit etwa eineinhalb Jahren auf dem Markt ist, bei Amazon geben die Kunden aber überwiegend positive Bewertungen ab. Die Lampenlebensdauer liegt bei 6.500 Stunden. Insgesamt kommt der Projektor auf die Maße von 315 x 224 x 114 Millimeter bei einem Gewicht von leichten 2,45 Kilogramm.

In einer ähnlichen Preisklasse wie der Optoma ist der Epson EH-TW5300 angesiedelt.  Die Preisempfehlung vom September 2015 liegt bei 800 Euro, beim günstigsten Händler ist das Gerät derzeit für 659 Euro zu haben. Der 3D-fähige Beamer bietet 2200 Lumen und löst bei einem maximalen Bildformat von 300 Zoll in Full-HD auf. Das dynamische Kontrastverhältnis von 30.000:1 und die tiefen Schwarztöne sorgen für eine kontrastreiche und scharfe Darstellung aller Inhalte. Kritik gibt es für die Lichtausbeute, die im besten Bildmodus eher schwach ausfällt. Die Lampenlebensdauer gibt der Hersteller mit elf Jahren an, sofern der Besitzer den Beamer täglich 105 Minuten im Economy-Modus nutzt.

Für 679 Euro können Käufer beim Full-HD-Projektor BenQ TH681+ mit 3000 Ansi-Lumen zuschlagen. Auch hier sorgt Triple Flash Technologie für eine Verdreifachung der Bildwiederholungsrate von 48 Hz auf 144 Hz, was ein flimmerfreies Filmvergnügen – auch in 3D – garantiert. SmartEco verlängert die Lebensdauer um bis zu 80 Prozent, während der Energieverbrauch gleichzeitig um bis zu 70 Prozent gesenkt wird. Der Projektor passt dabei die Leuchtkraft an die Bildinhalte an und erzeugt nur so viel Licht, wie wirklich nötig ist. Das Bild ist hell und kontraststark Bild – im Sommer auch auf der sonnengeschützten Terrasse. Wer auf die bei DLP-Technik auftretenden Regenbogeneffekte empfindlich reagiert, sollte aber lieber ein anderes Gerät wählen, rät Chip.de.  

Smartes Design, aber leider auch recht hoher Preis: Der Epson EH-TW6100.
Smartes Design, aber leider auch recht hoher Preis: Der Epson EH-TW6100.(Foto: Epson)

Per Knopfdruck 2D-HD-Filme und -Videospiele in 3D umwandeln? Für den EH-TW6100 von Epson kein Problem. Sogar eine wiederaufladbare Shutterbrille ist im Lieferumfang enthalten. Mit 986 Euro gehört der formschöne Epson allerdings auch zu den teureren Beamern. Dank einer gleichermaßen hohen Weiß- und Farbhelligkeit von bis zu 2.300 Lumen lassen sich Inhalte auch bei Tageslicht betrachten, ohne dass der Raum dafür extra abgedunkelt werden muss. Fünf verschiedene Farbmodi und einer automatischen Farboptimierung holen das Beste aus den dargestellten Bildern heraus. Die Trapezkorrektur sorgt für eine proportionsgetreue Darstellung. Wer sich beim Inhalt nicht entscheiden kann, darf sich über die Split-Screen-Funktion freuen, bei der zwei Quellen gleichzeitig angezeigt werden. Ein Minuspunkt ist der recht hohe Stromverbrauch.

Superschnäppchen von Philipps

Zahlreiche Anschlüsse, integriertes WLAN und ein SD-Kartenleser – der Philips Screeneo HDP 1550TV bietet eine geradezu mustergültige Auswahl an Überbratungswegen geradezu mustergültig. Als Kurzdistanzbeamer kann der Screeneo schon mit zehn Zentimeter Abstand eine Bildgröße von 50 Zoll erreichen, sie lässt sich auf bis zu 100 Zoll ausweiten. Dabei muss das Gerät nur rein paar Zentimeter von der Wand entfernt sein. Die Auflösung liegt hier bei 1280 x 800 Pixeln. Den passenden Sound liefern der integrierte Subwoofer und die Lautsprecher mit einer Ausgangsleistung von 26 W. Obendrauf gibt es noch ein Dolby Digital 2.1-Soundsystem. Auch eine Wandlung von 2D in 3D ist möglich. Die Lebensdauer der Lampe wird mit 30.000 Stunden angegeben. Aktuell wird der Beamer ab 569 Euro angeboten – hier dürfte es sich aber um ein absolutes Schnäppchen handeln. Die UVP liegt nämlich bei rund 1600 Euro.

Billig und einsteigerfreundlich – so lässt sich der Aiptek PocketCinema A100W beschreiben, der momentan für schmale 312 Euro angeboten wird. Für das Geld bekommt man natürlich keine Spitzentechnologie, aber einen alltagstauglichen Projektor, der 120 Zoll mit 848 x 480 Pixeln darstellt. Bei der Bildqualität müssen bei dieser Größe dann allerdings Abstriche gemacht werden. Mittels WLAN- Schnittstelle lassen sich können Bilder, Videos oder Webseiten direkt vom Notebook, Tablet oder Smartphone abspielen. Möglich ist das via Airplay oder Miracast, wobei die Verbindung etwas hakelig sein kann, wie Tester anmerken.  Die Batterie des Aiptek PocketCinema A100W ist wiederaufladbar. Insgesamt ein handlicher Reisebeamer, der sich aber eher für Präsentationen eignet als für großen Filmgenuss.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen