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Form 2 hat Profi-Niveau: Bezahlbarer 3D-Druck wird noch besser

Die US-Firma Formlabs verbessert ihren kompakten 3D-Drucker weiter. Der Form 2 druckt größer, einfacherer und sauberer als sein Vorgänger und liefert Resultate, zu denen sonst nur viel größere und teurere Geräte in der Lage sind.

Der Form 1 ist das außerordentlich erfolgreiche Kickstarter-Projekt, mit dem das US-Unternehmen 2013 eine kleine Revolution im 3D-Druck ausgelöst hat. Das Gerät ist erschwinglich und kaum größer als eine Kaffeemaschine, nutzt aber wie große industrielle Drucker hochauflösende Stereolithografie. Dabei härtet ein blauer Laser Objekte schichtweise aus Kunstharz aus, gedruckte Objekte sind nach dem Aushärten sofort verwendbar.

Viele andere günstige 3D-Drucker setzen auf Fused Deposition Modeling (FDM), auf Deutsch: Schmelzschichtung. Sie "stapeln" Schichten aus geschmolzenem Kunststoff, was zur Treppchenbildung führt und gewöhnlich viel Korrekturarbeit verlangt. Im vergangenen Jahr stellte Formlabs den Nachfolger Form 1+ vor, jetzt verkaufen die Amerikaner den 3D-Drucker in einer stark verbesserten zweiten Generation.

Größer und präziser

Der Form 2 hat ein 40 Prozent größeres Druckvolumen als der Vorgänger, der nur Objekte mit höchsten 12,5 x 12,5 x 16,5 Zentimeter erlaubte. Jetzt können einfache oder auch komplizierte Ausdrucke 14,5 x 14,5 x 17,5 Zentimeter groß sein, was das Einsatzgebiet des Geräts deutlich erhöht. Auch das Lasermodul der neuen Drucker-Generation soll noch leistungsfähiger und damit präziser arbeiten. Die Feinheit der Strukturen, die n-tv.de bei einer Demo gezeigt wurden, war durchaus eindrucksvoll.

Das Harz muss beim neuen Drucker nicht mehr nachgefüllt werden, Formlabs bietet es jetzt in Kartuschen an, der im Form 2 beheizte Tank wird beim Druck automatisch gefüllt. Insgesamt soll der Umgang mit dem Harz nun sparsamer und sauberer sein.

Formlabs hat das Gerät außerdem WLAN-fähig gemacht und bietet bei mehrere Stunden dauernden Ausdrucken Benachrichtigungen in Apps an. Außerdem verfügt der Drucker jetzt über eine Touchscreen-Oberfläche. Der Form 2 kostet ohne Steuern und Versandkosten 3300 Euro. Eine Kartusche mit 1 Liter Harz bietet Formlabs ab 135 Euro an.

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Quelle: n-tv.de

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