Technik
Biegsame und faltbare Displays kann Samsung bauen - wann kommt das Smartphone dazu?
Biegsame und faltbare Displays kann Samsung bauen - wann kommt das Smartphone dazu?(Foto: Pocketnow)
Freitag, 10. Februar 2017

Mysteriöses Falt-Smartphone: Bringt Samsung das Galaxy X zum MWC?

Gerüchte um Samsungs faltbares Smartphone gibt es schon lange. Jetzt heißt es, dass Samsung das mysteriöse Galaxy X zum Mobile World Congress mitnimmt. Gezeigt wird es aber wohl nur unter der Hand.

Bereits seit einiger Zeit machen immer wieder Meldungen über ein Smartphone mit faltbarem Display die Runde, das Samsung angeblich bald auf den Markt bringen wird. Der koreanische Konzern kann tatsächlich Displays bauen, die sich falten lassen, und das schon lange. Allein das dazugehörige Smartphone erblickte bis zum heutigen Tag nicht das Licht der Welt. Zum Mobile World Congress (MWC), der Ende Februar in Barcelona stattfindet, soll Samsung nun aber zumindest einen Prototyp des "Galaxy X" mitbringen - unter diesem Namen wird das mysteriöse Gerät derzeit gehandelt.

OLED und Lamellen

Bereits 2016 hatte Samsung Patentanträge für ein Falt-Smartphone eingereicht, berichtet "Areamobile". Auf den Zeichnungen dazu ist zu sehen, wie sich die Koreaner das Galaxy X, das unter dem Codenamen "Project Valley" entwickelt wird, vorstellen: Das Smartphone lässt sich dort in alle Richtungen biegen, möglich gemacht durch ein flexibles OLED-Display und dehnbare Kunststoff-Lamellen auf der Rückseite.

Auf anderen Bildern, die "GSM Arena" zeigt, sind 3D-Renderings des Klapp-Phones zu sehen, auf denen deutlich das Scharnier in der Mitte zu erkennen ist. Die Lamellen ähneln optisch denen des Surface Books. Wie bei Microsofts Tablet-Notebook-Hybrid, scheinen die beiden Teile nicht ganz aufeinander zu liegen.

Auf der Front sitzt noch Samsungs klassischer Home-Button - der mit dem Galaxy S8 allerdings wegfallen und dann auch in zukünftigen anderen Samsung-Geräten keine Verwendung mehr finden könnte. Das finale Design des Klapp-Smartphones dürfte aber ohnehin anders ausfallen als auf den technischen Zeichnungen.

Kein finales Design

In der gleichen Meldung zeigt "GSM Arena" zudem noch ein ganz anders aussehendes Konzept. Hier scheinen zwei flache Teile dicht aufeinander zu liegen, miteinander verbunden durch ein nicht näher erkennbares biegsames Scharnier. Das Gerät scheint mittig aufgeklappt werden zu können. Auf ein Design scheint sich Samsung noch nicht festgelegt zu haben. Denkbar ist aber in jedem Fall, dass das "Galaxy X" im zusammengeklappten Zustand ein normal großes Smartphone-Display hat und ausgeklappt zum Tablet wird.

Ist das nun Zukunftsmusik, eine Machbarkeitsstudie, die nie umgesetzt wird - oder tatsächlich ein Blick auf eine neue Smartphone-Kategorie? Das lässt sich so eindeutig nicht beantworten. Jedenfalls ist Samsung nicht der einzige Hersteller, der an Geräten mit faltbaren Displays arbeitet. Lenovo zeigte zum Beispiel bereits im Juni 2016 ein Display-Armband und ein faltbares Tablet, berichtete "The Verge". Auch "Pocketnow" geht davon aus, dass das Galaxy X kommen wird - auf dem MWC werde es gezeigt, aber nur hinter verschlossenen Türen. Man wolle wohl Rückmeldung von Handelspartnern, Experten und ausgewählten Journalisten einholen, nicht zuletzt, um sich für ein finales Design-Konzept zu entscheiden. Für das Messepublikum werde es aber biegsame Displays zu sehen geben.

Schwierige Produktion

Auch das Technik-Portal "Digitimes" hat Neuigkeiten zum Klapp-Handy, die es aus der taiwanischen Zuliefererkette von Samsung erfahren haben will. Demnach werde Samsung gegen Ende des Jahres 2017 mit der Produktion des Handys beginnen. Die Massenproduktion werde aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 starten, wenn Samsung Probleme bei der Produktion nicht in den Griff bekomme. Schwierig sei es zum Beispiel, die Kunststoffgehäuse zu fertigen, bei denen der Kunststoff Polyimid eingesetzt werden soll, der als hitzebeständig und flexibel gilt.

Noch im Januar hatte "SamMobile" berichtet, dass die Massenproduktion Anfang 2018 beginnen solle, ein Marktstart könne dann im April erfolgen. Kurz vorher war noch von einer Veröffentlichung 2017 die Rede.

Quelle: n-tv.de

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