Mittwoch, 31. März 2010
Journalisten und Menschenrechtler: China: Yahoo-Konten gehackt
"Yahoo verurteilt alle Cyber-Attacken, gleich welchen Ursprungs sie sind oder welche Absicht sie verfolgen."
(Foto: Yahoo!)
In China sind mehrere Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Kathleen McLaughlin, freie Journalistin in Peking, sagte, sie habe für knapp eine Woche ihr E-Mail-Konto beim US-Internetkonzern Yahoo nicht erreichen können. Erst seit kurzem funktioniere die Anmeldung wieder. Andrew Jacobs, der für die "New York Times" aus der chinesischen Hauptstadt schreibt, musste feststellen, dass Mails, die an seine Yahoo-Adresse gerichtet waren, an einen anderen Empfänger umgeleitet wurden. Journalisten in Taiwan schilderten ähnliche Vorkommnisse.
Auch der Weltkongress der Uiguren berichtete von Hacker-Attacken. Er vermute, dass zahlreiche Informationen aus seinen E-Mails heruntergeladen worden seien, sagte ein Sprecher der Gruppe. Außerdem habe er für einen Monat keinen Zugriff auf die elektronische Post gehabt. Die chinesische Führung wirft der Minderheit der Uiguren im Land separatistische Bestrebungen vor.
Yahoo bleibt allgemein
Betroffen von den Angriffen waren jeweils Yahoo-Konten. Der Konzern wollte auf die Attacken nicht näher eingehen und erklärte lediglich: "Yahoo verurteilt alle Cyber-Attacken, gleich welchen Ursprungs sie sind oder welche Absicht sie verfolgen."
Anfang des Jahres war es zu ähnlichen Angriffen auf E-Mail-Konten des Suchmaschinen-Betreibers Google gekommen. Diese Attacken und die Zensur des Internets in China führte der Konzern als Gründe für seinen Teilrückzug aus dem Land an, den er vor rund einer Woche vollzogen hatte.
rts
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