Freitag, 12. März 2010
Zensur muss sein: China lässt Google keine Wahl
Chinas Regierung beharrt darauf, dass Google seine Suchergebnisse zensiert. Nach einem großangelegten Hackerangriff auf den Konzern im Dezember wollte sich der Internetriese nicht länger der Internet-Zensur in China beugen und drohte mit Rückzug.
"Google muss die Konsequenzen tragen"
Die Pläne von Google seien "unverantwortlich und unfreundlich" und widersprächen Chinas Gesetzen und Vorschriften, sagte der Minister für Industrie und Informationstechnologie, Li Yizhong, bei einer Pressekonferenz am Rande der Tagung des Volkskongresses in Peking. Dem US-Unternehmen stehe es frei, China zu verlassen oder zu bleiben. Google werde jedoch "die Konsequenzen tragen müssen", wenn das Unternehmen seine Ergebnisse nicht mehr filtert, warnte der Minister.
Schmidt kündigt Ergebnis an
Derzeit verhandelt der Konzern mit den chinesischen Behörden. Google-Chef Eric Schmidt hatte diese Woche angekündigt, die Gespräche kämen bald zu einem Abschluss.
Google hatte damit gedroht, sein China-Geschäft einzustellen. Sollte die chinesische Suchmaschine geschlossen werden, will Google aber offenbar seine anderen Geschäfte in China weiter verfolgen und sich nicht komplett zurückziehen.
dpa
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