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Die Phantom 4 von DJI ist bahnbrechend clever.
Die Phantom 4 von DJI ist bahnbrechend clever.(Foto: DJI)

Phantom-Spektakel in New York: Chinesen starten Super-Drohne

DJI stellt in New York seine neue Kamera-Drohne Phantom 4 vor. Der Quadrocopter hat bahnbrechende Technik an Bord: Er kann selbstständig fliegen, superscharf filmen, Objekte verfolgen und Hindernissen ausweichen.

Der chinesische Hersteller DJI ist bekannt für seine Phantom-Drohnen - sogenannte Quadcopter mit Kameras, die Filmaterial auf Profiniveau liefern. Bei einem Event in New York zeigte DJI sein brandneues Modell, die Phantom 4. Die Drohne kann schneller und länger fliegen als ihre Vorgänger, liefert bessere Bilder und weicht Hindernissen automatisch aus.

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Äußerlich hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert, das klassische Phantom-Design wurde nur in Details angepasst. Das Gehäuse ist etwas schlanker und dieses Mal in glänzendem Weiß gehalten, die Rotoren stehen etwas weiter ab, damit sie bei schnellen Flugmanövern nach vorne nicht ins Bild ragen.

Die Bildqualität soll dank eines neuen Linsensystems in der Kamera mehr Schärfe und weniger Verzerrungen liefern. Phantom 4 filmt Videos in superscharfer 4K-Auflösung, 1080p-Videos werden mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Fotos schießt sie mit bis zu 12 Megapixeln Auflösung. Vier weitere Kameras stehen der Hauptkamera zur Seite, deren Aufgabe es ist, die Drohne sicher durchs Gelände zu bringen und Kollisionen und Abstürze zu vermeiden.

Unfallschutz und automatische Verfolgung

Zwei kleine Linsen an der Unterseite beobachten, in Unterstützung der ebenfalls dort platzierten Ultraschallsensoren, den Boden unterhalb der Drohne und helfen ihr beim stabilen Flug. Zwei weitere an der Vorderseite achten darauf, ob sich die Phantom 4 auf ein Hindernis zubewegt. Wird ein solches erkannt - Baumwipfel, Mauern, Gegenstände auf der Flugbahn - berechnet ein Chip im Innern der Drohne, wie sie sich verhalten soll. Entweder weicht sie dem Hindernis aus oder bremst ab bis zum völligen Stillstand, wenn kein Ausweichen möglich ist.

Besonders spannend: Die Phantom 4 kann Objekten automatisch folgen, zum Beispiel um waghalsige Manöver von Extremsportlern aus der Luft zu filmen, ohne dass jemand per Fernsteuerung "mitfliegen" muss. Auch automatische Flüge zu vorher festgelegten Punkten sind möglich. Für besonders rasante Kamerafahrten gibt es den Sportmodus, in dem die Phantom 4 auf bis zu 72 km/h beschleunigt. Übrigens: Einen Verfolger-Modus plant auch der Action-Cam-Platzhirsch GoPro mit seiner Drohne "Karma" - auf seiner Website gibt es bereits ein Demo-Video zu sehen, ein weiterer Clip zeigt den Einsatz der Karma beim Skifahren.

Der 5350-Milliamperestunden-Akku hält knapp 30 Minuten durch. Die Reichweite des Quadrocopters und damit die größtmögliche Distanz zwischen Fernbedienung und Drohne wird mit fünf Kilometern angegeben - mehr als doppelt so weit wie beim Vorgänger. Die Phantom 4 ist damit besser, vielseitiger, ausdauernder und sicherer als ihr Vorgänger, kostet aber auch mehr: Als Verkaufspreis gibt DJI 1599 Euro an.

Problematisch dabei: In fast allen Ländern dieser Erde darf man nur in Sichtweite des Piloten fliegen. Hobbypiloten sollten zudem bedenken, dass der Luftraum grundsätzlich zwar für Drohnen frei ist, gerade Geräte mit Kameras dürfen aber zum Beispiel nicht ohne weiteres über fremde Privatgrundstücke fliegen. Zudem gibt es zahlreiche Verbotszonen, zum Beispiel rund um Flughäfen oder in Großstädten, wo ein Absturz Menschen gefährden könnte. Wer überhaupt Drohnen steuern darf und was Piloten beachten sollten, erklärt der n-tv.de-Ratgeber

Quelle: n-tv.de

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