Mittwoch, 08. Juli 2009
Hacker legen Behördenseiten lahm: Cyberkrieg gegen US-Regierung
Sitzen die Drahtzieher in China?
(Foto: AP)
Seit mehreren Tagen legen Hacker immer wieder Internetseiten von US-Regierungsbehörden für mehrere Stunden lahm. Betroffen sind u.a. das Heimatschutzministerium, die Flugaufsichtsbehörde und die Bundesbehörde für Wettbewerb und Verbraucherschutz.
Die Attacken werden laut Washington Post von tausenden infizierten Computern, die über den gesamten Globus verteilt sind, ausgeführt. Die Zombie-Rechner bringen die Server der Behörden zum kollabieren, indem sie sie mit sinnlosen Anfragen bombardieren. Dies wird Denial-of-Service-Attacke genannt.
Professionelle Arbeit
"Es scheint ein sehr gut organisierter Angriff zu sein", sagt ein Regierungsvertreter. "Es sind sehr viele Computer involviert. Wir wissen aber nicht, wer dahinter steckt." Dies sei problematisch, sagt er, da es so schwieriger sei, sich vor zukünftigen Attacken zu schützen.
Insgesamt seien 26 Webseiten angegriffen worden, berichtet die Washington Post. Aber nicht nur Regierungsstellen seien Ziel der Cyber-Terroristen gewesen. Auch die Online-Auftritte der Nasdaq, des New York Stock Exchange und die eigene Webseite seien betroffen gewesen.
Die Ermittler haben bisher nur einen kleinen Hinweis auf die Täter: Experten fanden im Code des Computerschädlings die Botschaft "get/china/dns".
kwe
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