Technik
Vier neue Schmuckstücke zeigt Sony auf dem MWC.
Vier neue Schmuckstücke zeigt Sony auf dem MWC.(Foto: jwa)
Montag, 27. Februar 2017

Scharf, schick, randlos: Das ist Sonys flotter Vierer

Von Johannes Wallat, Barcelona

Auf dem Mobile World Congress zeigt Sony gleich vier neue Smartphones. Das Spitzenmodell ist scharf, schick und schnell und filmt atemberaubende Zeitlupen. Für den kleinen Geldbeutel gibt's randlose Schönheiten.

Beim Mobile World Congress (MWC) in Barcelona folgen die Highlights dicht aufeinander, eine ganze Reihe Smartphone-Hersteller nutzt die Tage unmittelbar vor der Messe und dem ersten Messetag dafür, neue und in manchen Fällen spektakuläre Geräte vorzustellen. Sony gehört zu den großen Marken, von denen es immer etwas zu erwarten gibt – so auch in diesem Jahr. Nach Barcelona sind die Japaner mit gleich vier neuen Smartphones gekommen, die das ohnehin schon sehr umfangreiche Handy-Portfolio des Elektronik-Riesen ergänzen sollen.

XZ Premium - 960 Bilder pro Sekunde

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Star der Messe ist bei Sony das Xperia XZ Premium. Das Design zeigt klar die Herkunft, das XZ Premium ist optisch eine behutsame Weiterentwicklung des 2016 im Rahmen der IFA vorgestellten Xperia XZ. Das superscharfe 4K-Display (2160 x 3840 Pixel) ist 5,5 Zoll groß, im Inneren taktet ein brandneuer Snapdragon-835-Prozessor von Qualcomm, der auf 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen kann; der interne Speicher ist 64 GB groß, eine microSD-Karte kann zusätzlich eingesteckt werden.

Der Akku soll mit 3230 Milliamperestunden ausreichend Leistung bieten, das scharfe Display benötigt aber auch viel Strom. Wasserdicht ist das XZ Premium auch – Sony hat ihm die Schutzklasse IP 65/68 verpasst. Wenig überraschend legt Sony wieder besonders großen Wert auf die Kamera: Die 19-Megapixel-(MP)-Knipse macht Fotos und Videos mit Drei-Achsen-Bildstabilisator, dazu kommt die neue sogenannte Motion-Eye-Technologie, die Videoaufnahmen mit bis zu unglaublichen 960 Bildern pro Sekunde ermöglichen soll, allerdings nur für 5 Sekunden am Stück – das eröffnet neue Möglichkeiten für Zeitlupenaufnahmen.

Die Motion-Eye-Kamera soll außerdem bei schnellen Bewegungen Verzerrungen auf der Aufnahme verhindern, indem sie Bilder besonders schnell verarbeitet und speichert. Außerdem hat Sony die Anzahl der Bildpunkte auf dem Bildsensor reduziert, was die Bildqualität bei wenig Licht verbessern soll. Die Frontkamera knimmt Fotos mit 13 MP auf.

XZs - die gleiche starke Kamera

Das Xperia XZs kommt auch in Eisblau auf den Markt.
Das Xperia XZs kommt auch in Eisblau auf den Markt.(Foto: Sony)

Beim Premium-Modell setzt Sony auf Glas – kratzfestes Gorilla-Glas-5 bedeckt das Smartphone von beiden Seiten. Das kleinere Schwestermodell, das Xperia XZs, hat an der Rückseite kein Glas, sieht den Geschwistern aus der XZ-Reihe aber sonst sehr ähnlich. Das Display ist mit 5,2 Zoll etwas kleiner, die Kamera und die Technologie dahinter ist aber identisch. Auch die Frontknipse hat die gleiche hohe Auflösung.

Der Prozessor des XZs ist ein Snapdragon 820 aus der Vorgängergeneration des aktuellen Qualcomm-Top-Chips Snapdragon 835, der Arbeitsspeicher ist ebenfalls 4 GB groß. An Festspeicher hat das XZs nur 32 GB, aber auch hier gibt's einen microSD-Steckplatz für mehr Platz. Der Akku hat 2900 Milliamperestunden und soll den Nutzer damit über maximal zwei Tage bringen – per Schnellladefunktion lassen sich beide XZ-Frischlinge über den USB-C-Anschluss (schneller USB-3.1-Speicher) schnell wieder aufladen.

Auch das XZs ist wasser- und staubgeschützt, in den Verkauf geht es schon deutlich vor dem Premium-Modell: Ab Anfang April ist das Handy in den Farben Eisblau, Silber und Schwarz zu haben, der Preis liegt bei 649 Euro. Das Premium kommt erst im Juni, wohl auch wegen der längeren Wartezeiten für Qualcomms Top-Chip. Im Handel soll es 749 Euro kosten, erhältlich ist es in Chrom oder in Schwarz.

Mittelklasse ohne Rand

Auch für die Mittelklasse hat Sony Nachschub mitgebracht: Das XA1 und das XA1 Ultra sind Nachfolger des randlosen Schmuckstücks Xperia XA. Das HD-Display des XA1 misst wie beim Vorgänger 5 Zoll, fühlt sich aber nicht so an, denn durch das randlose Display ist das Smartphone schmal und liegt angenehm in der Hand. Einziger Nachteil: die breiten Ränder ober- und unterhalb des Displays, die bei anderen aktuellen Geräten deutlich schmaler ausfallen. Das XA1 hat eine 23-Megapixel-Kamera und knipst nach vorne mit 8 MP, der Akku ist mit 2300 Milliamperestunden durchschnittlich groß.

Beim XA1 Ultra deutet der Name schon an, dass es hier etwas größer zugeht: Die Frontkamera hat mit 16 Megapixeln doppelt so viel Auflösung, hinten sitzt die gleiche 23-MP-Knipse. Das Display des XA1 Ultra ist mächtige 6 Zoll groß (Full HD, 1920 x 1080 Pixel), wirkt aber aufgrund des Randlos-Designs ebenfalls kleiner. Im Innern der beiden XAs takten Mediatek-Prozessoren, des XA1 hat 3 GB Arbeitsspeicher, das XA1 Ultra kann mit 4 GB aufwarten. Der interne Speicher von je 32 GB kann per microSD-Karte erweitert werden.

Beide Geräte kommen mit USB-C-Anschluss, wie ihre großen Geschwister haben auch die XA1-Modelle Android 7.0 an Bord. In den Verkauf geht Sonys neue Mittelklasse in der Aprilmitte, das XA1 kommt dann für 279 Euro auf den Markt. Rund einen Monat später folgt dann das größere Ultra für 399 Euro. Beide Geräte gibt es in den Farbvarianten Schwarz oder Weiß.

Quelle: n-tv.de

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