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Technik

Bildbearbeitung für Hobby-Fotografen: Das kann Photoshop Elements 8

 
Unter "Erstellen" sehen Sie, was Sie mit Ihren Fotos alles machen können.

Adobe hat die neueste Version seiner Bildbearbeitungs-Software Photoshop Elements herausgebracht. Was kann die Version 8 des Programms für Hobby-Fotografen?

Die Software bietet beim Start die Auswahl zwischen "Organisieren" und "Editor". Wer möchte, kann sich die wichtigsten Funktionen kurz erklären lassen.

Der Organizer (Organisieren) entspricht in etwa der Bridge der großen Schwester Photoshop CS4, bietet aber viele weitere Möglichkeiten.

Assistenten und schlaue Werkzeuge ermöglichen auch Laien eine anspruchsvolle Bildbearbeitung.

Mit wenigen Mausklicks können Nutzer Grußkarten, Sammelbuchseiten etc. basteln.

Die Ergebnisse können online präsentiert, auf CD gebrannt oder per E-Mail verschickt werden.

Los geht's: Schließt man die Kamera an den Rechner an, öffnet sich ein Fenster, in dem Windows mehrere Vorgehensweisen vorschlägt. Ein Klick auf "Organisieren und Bearbeiten mit Adobe Elements Organizer 8.0" ...

... öffnet den Foto-Downloader. Hier können Sie bereits Ihre Bilder benennen und den Ort bestimmen, wo sie gespeichert werden sollen.

Das "Erweiterte Dialogfeld" bietet noch mehr. Anhand von Vorschaubildern können misslungene Aufnahmen bereits aussortiert werden.

Wer möchte, kann hier u.a. auch bereits festlegen, dass rote Augen automatisch korrigiert werden.

Besonders wenn Sie Fotos im Internet präsentieren möchten, empfiehlt es sich, das Copyright festzulegen.

Wenn alle Fotos geladen sind, öffnet sich der Organizer. Ein dunkelgrauer Hintergrund und knallbunte Symbole machen die Orientierung einfach.

Um Fotos zu sortieren, können sie bewertet (Sternchen) ...

... oder mit Stichwort-Tags versehen werden.

Dazu können Sie die Bilder auch in der Großansicht betrachten.

Nervig ist ein Fenster, das darauf hinweist, dass in "überwachten Ordnern" neue Dateien gefunden wurden. Selbst wenn man auf "Nein" klickt, poppt es immer wieder auf.

In diesem Fall ist die neue Datei ein gerade abgespeichertes Bild. Also ein überflüssiger Hinweis.

Sehr gelungen sind dagegen die Suchfunktionen. Besonders die Zeitleiste, auf der Fotos oder Ordner chronologisch abgelegt sind.

Hier ist zu sehen, dass die Beispielbilder in Windows 7 RC1 bereits im März 2008 angelegt wurden.

Alle wichtigen Funktionen finden Sie wie üblich unter "Datei" und "Bearbeiten", aber ...

... die bunten Registerkarten rechts oben machen Ihnen das Leben wesentlich einfacher.

Wollen Sie mit den importierten Bildern ein neues Album anlegen, klicken Sie unter "Organisieren" auf das grüne Pluszeichen und wählen Sie "neues Album".

Fotos können aus dem Katalog einfach in den "Inhalt" gezogen werden.

Für Fotoalben oder Diashows stehen zahlreiche Vorlagen zur Verfügung, ...

... die Sie im Prinzip nur noch beschriften müssen.

Unter "Erstellen" sehen Sie, was Sie mit Ihren Fotos alles machen können.

Klicken Sie beispielsweise auf "Diashow", öffnet sich zunächst ein Fenster, in dem Sie die Grundeinstellungen vornehmen können.

Im Diashow-Editor können Sie ihre Präsentation richtig aufmotzen - wenn Sie möchten.

Fotos zu drucken, ist mit Photoshop Elements ein Kinderspiel.

Über "Datei" - "Abzüge bestellen" können die Bilder auch direkt an einen Internet-Fotodienst geschickt werden. Leider stellt Adobe nur den teuren Kodak-Dienst zur Auswahl.

Unter "Weitergeben" können Nutzer wählen, ob sie Fotos in einem Online-Album oder -Video präsentieren , brennen, auf dem Handy speichern oder als E-Mail verschicken möchten.

Mit "Foto-Mail" können Bilder mit Outlook oder einem anderen Windows-Mail-Programm verschickt werden. Außerdem bietet Adobe einen eigenen E-Mail-Service an.

Wenn Sie einen webbasierten Dienst wie GMX nutzen möchten, können Sie Fotos als "E-Mail-Anhänge" versenden.

Das sieht dann so aus.

Empfänger müssen nicht jedesmal neu eingetragen werden. Unter "Bearbeiten-Kontaktliste" können Sie ...

... ein Adressbuch anlegen.

Um Bilder zu bearbeiten, muss nicht extra der Editor geöffnet werden. Unter "Korrigieren" stehen im Organizer bereits mehrere praktische Werkzeuge zur Verfügung.

Die vollautomatische "Intelligente Auto-Korrektur" kommt auch mit RAW-Dateien zurecht.

"Negativ" und "Abzug" werden im Katalog als Versionssatz angezeigt, ...

... der per Klick auf das Symbol in der rechten, oberen Ecke aufklappt.

Praktisch ist ein Vorher-Nachher-Vergleich im Vollbildmodus.

Das RAW-Modul bietet übrigens bereits Bearbeitungsmöglichkeiten, die Sie unbedingt ausprobieren sollten, wenn Sie eine Kamera haben, die im RAW-Format fotografiert. Die Resultate sind oft besser, da hier noch alle Bildinformationen zur Verfügung stehen.

Fotos zuschneiden (Freistellen) ist in Photoshop Elements 8 leicht. Das Seitenverhältnis kann frei gewählt oder festgelegt werden.

Wer alle Funktionen des Editors nutzen möchte, klickt den weißen Pfeil auf der Schaltfläche "Korrektur" an. Dort kann man sich entscheiden, ob man die Hilfe des Assistenten braucht, schnelle Ergebnisse erzielen möchte oder die volle Werkzeugpalette (Foto-Editor) benötigt.

Wichtig für Könner: Im Editor ist die Arbeit mit Ebenen möglich.

Im Modus "Voll" bietet der Editor nahezu die gleichen Möglichkeiten wie die große Schwester Photoshop CS4. Versierte Nutzer können hier mit zahlreichen Werkzeugen und Filtern (Effekten) hantieren.

In der Schnellkorrektur können Sie mit Schiebereglern experimentieren oder die wichtigsten Korrekturen automatisch vornehmen lassen. Links steht Ihnen zusätzlich eine abgespeckte Werkzeugleiste zur Verfügung.

Eines dieser Werkzeuge ist für Hobbyfotografen enorm praktisch. Sehr oft ist nämlich auf Bildern der Himmel graublau statt strahlend blau. Mit "Düsteren Himmel blau einfärben" lässt sich dies leicht beheben.

In diesem Fall genügt es, mit dem "Pinsel" grob um die Pinguine zu fahren. Das Werkzeug wählt den Himmel "magisch" aus und färbt ihn ein.

Wenn Ihnen das zu bunt wird, können Sie auch ebenso leicht eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Effekte erzielen.

Es macht Spaß, mit den Werkzeugen zu spielen.

Um fotografierten Personen im Nu ein Zahnpastalächeln zu zaubern, ist das Werkzeug "Zähne bleichen" da. Da unsere Versuchspinguine über keine Beißer verfügen, müssen Sie sich die Wirkung jetzt einfach vorstellen.

Der Assistent hilft Ihnen, auch ohne Vorkenntnisse aufwendigere Bildbearbeitungen vorzunehmen.

Mit der Funktion "Photomerge" können Sie beispielsweise störende Elemente aus Fotos entfernen. Sie benötigen dazu nur mehrere Bilder derselben Szene.

Wer kennt das nicht: Man fotografiert seine Freunde und irgendein Idiot winkt in die Kamera. Schnell einen Kreis um den Störenfried gezogen ...

... und schon ist er weg. Das geht noch komplizierter. Wenn Sie einen belebten Platz mit Stativ mehrmals fotografieren, können Sie ihn mit Photomerge nahezu menschenleer bekommen.

Interessant ist auch die Möglichkeit, ein Bild neu zu komponieren, ohne das Haupt-Objekt zu verzerren.

Der Assistent erklärt genau, wie's geht und was möglich ist. Wir wollen zur Demonstration einen Berg versetzen.

Dazu wird er zunächst grün markiert (maskiert). Danach ziehen wir das Bild ins gewünschte Format.

Jetzt sieht es so aus, als hätte der Fotograf die Kamera höher gehalten. Der Berg selbst ist unverändert. Sieht simpel aus, aber versuchen Sie das mal ohne Photomerge!

Mit Photomerge kann der Ausdruck "einen Blick werfen" auch eine völlig neue Bedeutung bekommen.

Ein cooles Instrument ist die "Magische Extrahierung", die sich unter "Bild" versteckt. Mit ihm lassen sich erstaunlich einfach komplizierte Freisteller produzieren.

Um hier den - zugegebenermaßen wunderschönen - Himmel loszuwerden, muss man lediglich mit dem Vordergrund-Pinsel die Bereiche grob markieren, die man erhalten möchte.

Umgekehrt punktet man die Teile des Fotos mit dem Hintergrund-Pinsel, die dem Untergang geweiht sein sollen.

In der Vorschau sehen wir bereits: Das hat schon prima geklappt. Feinheiten kann man noch mit Pinsel und Radiergummi ausbessern.

Hier das Resultat nach rund fünf Minuten. Toll. Bäume freizustellen ist sonst eine viel mühsamere und langwierigere Arbeit.

Ein echter Knüller ist auch das Smartpinsel-Werkzeug.

Mit ihm lassen sich beliebige Bereiche des Fotos auswählen und insgesamt 50 verschiedene Effekte anwenden.

Fazit: Photoshop Elements 8 ist ein sehr gelungenes Programm, das Hobbyfotografen schnelle Erfolgserlebnisse beschert, aber auch fortgeschrittene Bildbearbeiter begeistern kann. Die Software kostet rund 100 Euro, im Paket mit Adobe Premiere Elements 8 etwa 75 Euro.

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