Fernseher mit InternetanschlussDer Durchbruch steht bevor
Es hat lange gedauert und viele Anläufe gebraucht, das Internet für die Deutschen auf dem Fernseher attraktiv zu machen. Jetzt sieht es so aus, als könnte der Durchbruch gelingen.
Das Internet erobert die Wohnzimmer. Der Absatz internetfähiger Fernseher steigt in Deutschland derzeit stark an. Im vergangenen Jahr wurden nach einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK 550.000 TV-Geräte mit integriertem Web-Zugang verkauft. Schätzungen des Hightech-Verbands Bitkom zufolge werden es 2010 rund zwei Millionen Stück sein. Damit wäre mehr als jeder fünfte verkaufte Flachbildfernseher internetfähig.
Mit diesen TV-Geräten lassen sich Filme aus dem Internet bequem direkt auf dem Fernseher ansehen. Auch der Zugriff auf bestimmte Nachrichten und Informationen aus dem Netz ist auf diese Weise möglich. Künftig soll es einen einheitlichen Standard geben, mit dem alle Webseiten fernsehtauglich gemacht und über eine normale Fernbedienung bedient werden können. Diesen Standard nennt man Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV).
Hybrid-TV-Geräte besitzen zusätzlich zur klassischen Antennenbuchse einen Internet-Anschluss und damit einen Zugang zum Heimnetzwerk. Alle anderen Flachbildschirme können für den Internet-Empfang nachgerüstet werden, meist über hybride Set-Top-Boxen. Die ersten Hybrid-Geräte kamen im April 2009 auf den Markt und hatten zum Start laut GfK einen Marktanteil von drei Prozent bei den verkauften Flachbildfernsehern.