Montag, 01. Februar 2010
Mehr Qualität, weniger Ärger: Ebay will besser werden
Beim Internet-Auktionshaus Ebay müssen Verkäufer ab April höhere Qualitätsstandards erfüllen. Unter anderem müssen Verkäufer bei schlechten Kundenbewertungen schneller mit Konsequenzen rechnen. Ebay-Kunden können die Verkäufer mit bis zu fünf Sternen bewerten. Die Zahl der unterdurchschnittlichen Bewertungen mit einem oder zwei Sternen darf künftig höchstens bei 1,2 Prozent liegen. Bisher waren es vier Prozent. Anbieter, die die Kriterien nicht erfüllen, will Ebay schlechter platzieren oder ihnen die Verkaufsaktivitäten begrenzen.
Keine Mondpreise für Versand
Die neue Regelung gilt laut Ebay sowohl für große Anbieter als auch für kleine Privatverkäufer. Ziel der neuen Regeln sei es, "ein durchgehend hohes Serviceniveau" zu erreichen, teilte Ebay mit. Ab dem 8. Februar schreibt Ebay für eine Reihe von Produkten zudem eine feste Obergrenze für die Versandkosten vor. Dies gilt unter anderem für Technikartikel, Mode-Accessoires oder Medien wie DVDs, CDs und Bücher. Für diese Produktgruppen dürfen Verkäufer dann höchstens sieben Euro Versandkosten verlangen.
In der Vergangenheit hatten viele Verkäufer versucht, über hohe Versandkosten einen niedrigen Verkaufspreis zu subventionieren. Käufer, die vor dem Bieten nicht darauf geachtet hatten, konnten hier böse Überraschungen erleben. Mit der neuen Versandkosten-Obergrenze will Ebay kundenfreundlicher werden.
Es gibt aber auch Neuregelungen, die Verkäufern entgegenkommen. Wer viel über Ebay handelt, erreicht nun schneller der Powerseller-Status und profitiert von Rabatten und anderen Vorteilen. Künftig werde damit die Zahl der Powerseller deutlich steigen, so Ebay-Manager Wolfgang. Ab April gilt ein Verkäufer bereits als Powerseller, wenn er mindestens hundert Artikel innerhalb von 12 Monaten verkauft. Zuvor waren an drei aufeinanderfolgenden Monaten je 300 Artikel erforderlich.
ino/AFP/dpa
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