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Die Gema ist für viele ein rotes Tuch.
Die Gema ist für viele ein rotes Tuch.(Foto: dapd)

Attacke auf Gema im Dezember: Ermittler nehmen Hacker hoch

Im Dezember gerät die Gema unter Beschuss: Dutzende Computer attackieren gleichzeitig die Webseite des bei vielen in der Netzgemeinde verhassten Musikrechteverwerters. Die Gema gibt die IP-Adressen der Angreifer weiter. Nun durchsuchen die Ermittler bundesweit die Wohnungen der zumeist minderjährigen Täter.

Das Bundeskriminalamt hat bundesweit Wohnungen mutmaßlicher Mitglieder und Mitläufer des Hacker-Kollektivs Anonymous durchsuchen lassen. Betroffen seien 106 Beschuldigte, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt "Spiegel"- und "Welt"-Berichte bestätigte.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, dabei beteiligt gewesen zu sein, im Dezember den Server des deutschen Musikrechteverwerters Gema lahm gelegt zu haben. Dazu starteten die Hacker kollektiv eine sogenannte DDOS-Attacke. Bei solchen Hackerangriffen senden mehrere Computer zeitgleich Anfragen an einen Server, der unter der Last zusammenbrechen soll.

Schwerpunkt der Razzien war laut "Spiegel" Nordrhein-Westfalen, wo in 33 Wohnungen zugeschlagen wurde. Weitere Durchsuchungen fanden in Hessen, Baden-Württemberg und Berlin statt.

Das gibt Ärger daheim

Auf die Schliche kamen die Ermittler den Hackern anhand von Unterlagen der Gema. Der Musikrechtverwerter hatte die IP-Adressen der Angreifer gesammelt und an die Behörden übergeben.

"Die Gema steht häufiger im Fadenkreuz von Hackerangriffen, das sind wir schon gewohnt. Doch im Dezember gab es einige Angriffe, die zu massiven Einschränkungen für Kunden und Mitarbeiter der Gema geführt haben", sagte ein Gema-Sprecher der "Welt ".

Laut "Spiegel" handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Ermittler bei den Verdächtigen um Jugendliche und Heranwachsende - und nicht um die ermittelten Anschlussinhaber. Dadurch habe es in einigen Fällen "massiven Stress mit den Eltern" gegeben.

Quelle: n-tv.de

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