Montag, 01. März 2010
Wo die Deutschen netzwerken: Facebook Top, StudiVZ Flop
Mailen, chatten, netzwerken: Die Internetnutzer in Deutschland kommunizieren immer mehr online. Die Nutzungsdauer aller drei Kommunikationsformen hat im vergangenen Jahr laut einer repräsentativen Studie zugelegt.
Ob Facebook, Xing oder StudiVZ: Fast die Hälfte der deutschen Onliner nutzt soziale Netzwerke. (Bild: dpa)
(Foto: dpa)
E-Mail ist weiterhin der wichtigste Kommunikationskanal, berichtet die United Internet. Unter den Online-Netzwerken war Facebook der Gewinner: Die weltweite Nummer 1 legte in Deutschland deutlich an Bekanntheit und Nutzern zu.
Laut der Studie verbrachte jeder Nutzer durchschnittlich 4,1 Stunden pro Woche mit dem Lesen und Schreiben von elektronischer Post (Vorjahr: 3,9 Stunden). Die Nutzungsdauer von Netzwerken stieg von 2,5 auf 2,7 Stunden, die von Instant-Messenger-Programmen wie ICQ und Skype von 3,2 auf 3,3 Stunden. Das Beratungsunternehmen Convios Consulting hatte im Auftrag von United Internet rund 1000 Internetnutzer befragt.
StudiVZ mit herben Verlusten
Die deutschen E-Mail-Anbieter Web.de, GMX und T-Online sind in Sachen Bekanntheit und Nutzung weiter mit Abstand vorn. Bei den Online-Netzwerken legten Facebook und Wer-kennt-wen deutlich zu: 23 (Vorjahr: 10) Prozent der Befragten verwendeten die Plattform des weltweiten Marktführers aus den USA, 25 (21) Prozent setzen auf den deutschen Anbieter. Deutliche Verluste verzeichneten hingegen StudiVZ (von 20 auf 14 Prozent) und MySpace (von 15 auf 10 Prozent). Die größte Reichweite hat StayFriends mit 31 (32) Prozent.
In ihrer Gesamtheit konnten die Netzgemeinschaften ihre Bekanntheit weiter steigern, mittlerweile kennen neun von zehn Befragten (88 Prozent) mindestens ein Online-Netzwerk (Vorjahr: 76 Prozent). Die Zahl der Nutzer stagniert allerdings bei 76 Prozent. Die durchschnittliche Nutzungsdauer ist weiter gestiegen von 2,5 auf 2,7 Stunden pro Woche.
Vor allem die jüngeren Internetnutzer sind bei Facebook, Wer- kennt-wen und Co. aktiv 87 Prozent unter den bis zu 20-Jährigen und 93 Prozent unter den 20- bis 24-Jährigen.
dpa
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