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320 Millionen tun es täglich: Fakten und Zahlen zu Whatsapp

Wie viele Leute arbeiten bei Whatsapp, warum heißt der Messenger so und was ist das Marketing-Geheimnis seiner beiden Gründer? Das und vieles mehr erfährt man hier.

Mitte April verkündete Whatsapp-Mitbegründer Jan Koum auf Facebook stolz, sein Messenger Whatsapp habe jetzt rund 800 Millionen aktive Nutzer. Aktiv bedeutet, dass sie auch tatsächlich Nachrichten über die App verschicken und empfangen und sich nicht nur bei dem Dienst registriert haben. Diese Zahl meldeten weltweit unzählige Medien und viele Menschen kennen sie. Weitere Daten und Fakten zu Whatsapp sind aber weitgehend unbekannt oder werden nur selten erwähnt. "Shoponless" hat für eine lange Infografik alles zusammengetragen, was es über den Messenger herausfinden konnte. Auch andere Medien und Statistik-Unternehmen sammeln eifrig Daten über die App.

- Whatsapp wurde 2009 von den ehemaligen Yahoo!-Mitarbeitern Jan Koum und Brian Acton gegründet. Koum hatte die Idee zum Messenger, nachdem er im gleichen Jahr ein iPhone gekauft und das Potenzial des App Store erkannt hatte.

- Koum nannte seinen Dienst Whatsapp, weil der Name wie "What's up?" ("Was gibt's?") klingt.

2009 im App Store

- Im November 2009 erschien Whatsapp exklusiv für iOS.

Beim Mobile World Congress 2014 behauptete Jan Koum, selbst nur ein altes Nokia-Handy zu nutzen.
Beim Mobile World Congress 2014 behauptete Jan Koum, selbst nur ein altes Nokia-Handy zu nutzen.(Foto: REUTERS)

- Blackberry war zwei Monate später die zweite Plattform, für die es eine Whatsapp-App gab. Dann folgte Symbian im Mai 2010, das noch kleine Android war erst im August an der Reihe. Etwa ein Jahr danach kam Whatsapp für Windows Phone heraus, seit August 2011 gibt es auch eine App für das Nokia S40. Im April 2015 landete der Messenger als Port im Tizen Store, eine native Version gibt's aber noch nicht.

- Whatsapp steht für 32 Sprachen zur Verfügung

- Im App Store steht Whatsapp in den Top-Charts auf Platz 1 der kostenlosen iPhone-Apps, im Play Store von Google ist die App Nummer 2.

- Im Januar 2012 wurde Whatsapp für vier Tage aus dem App Store entfernt, der Grund dafür ist nicht bekannt.

- Koum und Acton bewarben sich 2007 bei Facebook, nachdem sie bei Yahoo! gekündigt hatten. Sie blitzten ab, sieben Jahre später zahlte Mark Zuckerbergs Netzwerk für Whatsapp 19 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Die NASA hatte 2014 ein Budget in Höhe von 17 Milliarden Dollar.

- Auch Google wollte den Dienst übernehmen, bot aber nur 10 Milliarden Dollar.

Marketing nicht nötig

- Whatsapp hat bisher keinen Cent für Marketing ausgegeben. Stattdessen setzen die Macher auf Mundpropaganda und eine Art Ansteckungseffekt unter seinen Nutzern.

- Keine Werbung: Die einzige Einnahmequelle des Unternehmens sind die Abogebühren, die Nutzer gewöhnlich erst nach einem Gratis-Jahr bezahlen müssen. In Deutschland sind das 89 Cent.

Whatsapp braucht kein Marketing, die Marke und Messenger verbreiten sich "viral".
Whatsapp braucht kein Marketing, die Marke und Messenger verbreiten sich "viral".(Foto: REUTERS)

- Eine Job-Maschine ist Whatsapp nicht: Als es von Facebook gekauft wurde, hatte das Unternehmen nur 55 Mitarbeiter.

- Laut dem Info-Dienst "DMR" registrieren sich im vergangenen Jahr täglich mehr als 1 Million Nutzer bei Whatsapp.

- Das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" hat ausgerechnet, dass Mobilfunkunternehmen durch Messenger-Apps zwischen 2012 und 2018 SMS-Einnahmen in Höhe von 386 Milliarden Dollar entgehen.

Whatsapp ist die Nummer 1

- Whatsapp ist die absolute Nummer 1 der Messaging-Apps, 75 Prozent des mobilen Nachrichtenverkehrs laufen über den Dienst. 30 Milliarden Botschaften werden täglich über Whatsapp verschickt und empfangen, am 2. April 2014 waren es sogar 64 Milliarden.

- Täglich teilen Whatsapp-Nutzer rund 700 Millionen Fotos, 200 Millionen Sprachnachrichten und 100 Millionen Videobotschaften.

- Im Schnitt whatsappen Nutzer wöchentlich 195 Minuten, fast eine halbe Stunde pro Tag.

- "Statista" hat ermittelt, dass der durchschnittliche Whatsapper monatlich mehr als 1200 Nachrichten verschickt und über 2200 empfängt. Dazu kommen rund 40 Fotos.

- 70 Prozent der Whatsapper nutzen den Dienst täglich, das sind rund 320 Millionen Menschen.

- Zwei Drittel der deutschen Smartphone-Besitzer nutzen laut "Statista" Whatsapp. Spitze ist Südafrika mit 78 Prozent. In Europa ist Whatsapp in Spanien (70 Prozent) am weitesten verbreitet.

- Laut "Techinfographics" werden 27 Prozent der in sozialen Netzwerken geteilten Selfies über Whatsapp verteilt.

Quelle: n-tv.de

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