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Push-Benachrichtigungen verschickt Firefox 44 auch ohne offene Tabs.
Push-Benachrichtigungen verschickt Firefox 44 auch ohne offene Tabs.(Foto: jwa/Mozilla/heise.de)

Update beendet Tab-Chaos: Firefox 44 verbessert Push-Nachrichten

Firefox-Nutzer müssen nicht mehr viele Tabs offen haben, um auf dem Laufenden zu bleiben. Ein Update für Windows, Mac und Linux ermöglicht nun auch Push-Benachrichtigungen für Websites, die gar nicht geöffnet sind - einen Haken gibt es aber noch.

Push-Benachrichtigungen über Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken oder neue E-Mails kennt man bisher eher vom Smartphone. Wer am Schreibtisch auf dem Laufenden bleiben wollte, musste mit Browsern wie Chrome oder Firefox zumindest die entsprechenden Seiten als Tabs geöffnet haben. Mit dem jüngsten Update ist das aber nicht mehr nötig: Der beliebte Firefox-Browser verschickt ab sofort auf Wunsch auch Push-Nachrichten für Seiten, die gar nicht geöffnet sind. Das wirke sich positiv auf Leistung, Speicherverbrauch und Akkulaufzeit aus, so Mozilla.

Die Funktion, heißt es im Mozilla-Blog, sei besonders nützlich für Websites, die Nutzer relativ häufig auf Neuigkeiten überprüften - zum Beispiel E-Mail-, Wetter- oder Shoppingseiten sowie Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. Verwaltet werden die Benachrichtigungen über das Kontrollzentrum, das über das grüne Schloss-Symbol oder das Globus-Icon auf der linken Seite des Adressfeldes erreichbar ist. In den Einstellungen gibt's einen Überblick, hier können unter Inhalt alle Benachrichtigungen komplett abgeschaltet oder für einzelne Websites aktiviert oder deaktiviert werden.

Der Haken

Damit "Web Push" funktioniert, müssen Entwickler allerdings die Push-Programmierschnittstelle in ihre Website integrieren. Im Schnelltest von n-tv.de war die Benachrichtigungsfunktion bei den meisten Websites nicht verfügbar, auch Mozillas eigene Seiten bieten Web Push bisher offenbar nicht an. 

Wer seinen Browser noch nicht aktualisiert hat oder nicht weiß, mit welcher Firefox-Version er surft, klickt auf das Drei-Strich-Symbol oben rechts im Browser. Im sich dann öffnenden Fenster klickt man unten auf das Fragezeichen-Symbol und dann auf Über Firefox. Der Browser sucht dann automatisch nach Updates, zeigt die aktuelle Versionsnummer und fragt den Nutzer, ob die Aktualisierungen installiert werden sollen. Anschließend muss Firefox neu gestartet werden.

Neben Firefox beherrschen auch Apples Safari und Googles Chrome Push-Benachrichtigungen. Hier müssen die entsprechenden Tabs aber im Hintergrund geöffnet sein. Chrome und Firefox nutzen dabei das "Web Push"-Protokoll, Apple hat seinen eigenen "Safari Push Notifications"-Standard. Beim Microsofts Edge-Browser ist der Push-Dienst noch nicht verfügbar. Laut einem Eintrag im Entwicklerforum von Microsoft stehe die Implementierung der Push API derzeit "zur Diskussion".

Quelle: n-tv.de

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