Technik
Futuristisch: So sieht Asus' Mixed-Reality-Headset aus.
Futuristisch: So sieht Asus' Mixed-Reality-Headset aus.(Foto: jwa)
Mittwoch, 30. August 2017

Mixed-Reality-Brille von Asus: Futuristisches Headset für Windows 10

Von Johannes Wallat

Asus zeigt auf der IFA in Berlin nicht nur Notebooks, sondern auch ein Mixed-Reality-Headset. Die Datenbrille ist leicht und flexibel und arbeitet mit Windows-10-Rechnern zusammen.

Die IFA in Berlin nutzt Computerhersteller Asus, um eine Reihe von neuen Notebooks vorzustellen. Das Highlight der Pressekonferenz sind aber nicht die superflachen und leistungsstarken Windows-10-Geräte. Die meisten Besucher wollen nach der Präsentation das Mixed-Reality-Headset ausprobieren.

Mit zwei Controllern bedient man das Mixed-Reality-Headset von Asus.
Mit zwei Controllern bedient man das Mixed-Reality-Headset von Asus.(Foto: jwa)

Es ist relativ leicht und sitzt nicht übermäßig klobig am Kopf - mit unter 400 Gramm wiegt es weniger als zum Beispiel die Oculus Rift oder HTCs Vive. Die Augenabdeckung, hinter der sich die zwei Linsen verbergen, ist in futuristischer Polygon-Optik gestaltet, wie man es schon von früheren Asus-Produkten kennt. Das sieht gut aus und verleiht dem Headset einen speziellen Look mit Wiedererkennungswert.

Vorteil für Träger, die ihre VR-Brille längere Zeit vorm Kopf tragen und sie auch mal weitergeben wollen: Das Design soll gute Belüftung garantieren, das Textilmaterial der Polsterung hat antibakterielle Eigenschaften und trocknet schnell - bei der IFA-Anprobe gab's trotzdem zusätzlich Gesichtsmasken zum Drunterziehen.

Zwei Kameras fürs Tracking

Die beiden Bildschirme, die sich hinter den Linsen verbergen, bieten eine ausreichend scharfe 3K-Auflösung. Beide sind 2,89 Zoll groß, haben eine Auflösung von 1440 x 1440 Pixeln und eine Helligkeit von 100 Nits. Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 90 Hz. Schön: Wer mal eine VR-Pause braucht, kann das Headset wie das Visier eines Helmes ganz einfach hochklappen. Die Position des Nutzers im Raum bestimmt das Headset mittels Inside-Out-Tracking: Zwei Kameras sitzen links und rechts im Visier, mit deren Hilfe erkennt es, ob sich der Nutzer nach vorne, hinten, oben und unten bewegt, sich nach links oder rechts dreht oder den Kopf bewegt.

Externes Tracking wie zum Beispiel bei HTCs Vive braucht es dabei nicht. Beide Kameras erkennen und vermessen die Umgebung im Handumdrehen - Asus verspricht eine kinderleichte und schnelle Ersteinrichtung. Kontrolliert wird das Headset, ähnlich wie bei anderen Geräten, mit zwei Hand-Controllern mit Joystick und Bedientasten. Die Rechenarbeit übernimmt ein angeschlossener Windows-PC, komplett autark funktioniert das Headset also nicht. Eindruck macht das Headset auf der Messe schon - nur einen Namen hat es offenbar noch nicht. In den Handel soll das Mixed-Reality-Headset zum Preis von 450 Euro gehen, einen genauen Marktstart hat Asus noch nicht genannt.

Quelle: n-tv.de

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