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Das Google Culture Institute bündelt Online-Ausstellungen aus Deutschland, Polen und Rumänien.
Das Google Culture Institute bündelt Online-Ausstellungen aus Deutschland, Polen und Rumänien.(Foto: Screenshot: Google Cultural Institut)

Neue Perspektiven online: 13 Mal Mauerfall

"Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben", sagte Erich Honecker noch im Januar 1989. Im November fiel sie - und wer die Ereignisse erlebte, hat eigene Erinnerungen daran. Online kann man nun viele andere Perspektiven kennenlernen.

Die Online-Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft rückt die 40 Tage vor dem Mauerfall ins Zentrum.
Die Online-Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft rückt die 40 Tage vor dem Mauerfall ins Zentrum.(Foto: Screenshot: Google Cultural Institut)

Das Google Cultural Institute hat gemeinsam mit dem DDR Museum und der Robert-Havemann-Gesellschaft in Berlin eine Sammlung von Online-Ausstellungen zum "Fall des Eisernen Vorhangs" vorgestellt. Jede der insgesamt 13 Ausstellungen aus Deutschland, Polen und Rumänien zeigt eine andere Perspektive der Ereignisse vor und nach dem Wendepunkt am 9. November 1989. Die Ausstellungen sind ab sofort online für Menschen in aller Welt frei zugänglich.

Jede Ausstellung erzählt anhand von Dokumenten, Fotos, Videos und zum Teil auch Augenzeugenberichten Geschichten über das Leben unter der kommunistischen Herrschaft, die wachsende Unzufriedenheit der Bürger und die Entstehung einer neuen politischen Ordnung.

Deutsche fokussieren auf friedliche Revolution

Die zwei deutschen Partner - das DDR Museum sowie die Robert-Havemann-Gesellschaft - fokussieren sich in ihren Online-Ausstellungen auf die Friedliche Revolution und den Fall der Berliner Mauer 1989. Dazu greifen sie auf eigenes Archivmaterial sowie auf Fotografien von Getty Images und LIFE und Videos vom Gedächtnis der Nation zurück.

Das DDR-Museum erzählt in einem Wendetagebuch die Auswirkungen der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung auf das Leben der DDR-Bürger. Der fiktive Autor des Tagebuchs ist kein Revolutionär und kein SED-Anhänger, sondern schwimmt mit dem Strom der Masse. In seinem Tagebuch berichtet er von ersten Demonstrationen, den langen Schlangen vor der Westgeld-Ausgabe, der Stasi-Auflösung, den Modrow-Käufen und zerbrochenen Freundschaften.

Die Online-Ausstellung "Revolution in Berlin" der Robert-Havemann-Gesellschaft skizziert die dramatischen Ereignisse und die gespannte Atmosphäre in den Wochen vor dem Fall der Mauer in Berlin - von der Mahnwache in der Gethsemanekirche über die größte Protestdemonstration seit 1953 bis zur Öffnung der Grenze. Viele der verwendeten Dokumente sind Originalzeugnisse der Opposition, wie beispielsweise Flugblätter, Aufrufe oder Gründungsdokumente oppositioneller Gruppen. So entstand ein authentisches Bild von der Situation in der Hauptstadt, die im Herbst 1989 ein Brennpunkt der Friedlichen Revolution war.

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Quelle: n-tv.de

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