Montag, 22. Februar 2010
Chinesische Beamte verwickelt: Google-Hacker identifiziert
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
US-Ermittler glauben, den Google-Hacker identifiziert zu haben. Laut "Financial Times" hat vermutlich ein freiberuflicher chinesischer Sicherheitsberater das Programm geschrieben, das eine bis dahin unbekannte Sicherheitslücke in Microsofts Browser Internet Explorer ausgenutzt hat. Das Programm habe den Zugang zu fremden Computern geöffnet und anschließend Spionage-Software eingeschleust, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Mitarbeiter der US-Regierung.
Chinesische Beamte involviert
Die neue Spur zu dem Sicherheitsberater erhärte den Verdacht weiter, dass die chinesische Regierung an den Attacken beteiligt sei, hieß es. Chinesische Beamte hätten einen speziellen Zugang zu der Arbeit des Mitte Dreißigjährigen gehabt, schreibt die Zeitung. Der Mann hatte Teile des Programmcodes in einem Hacker-Forum veröffentlicht.
Bereits am Wochenende waren die Ermittler einer heißen Spur gefolgt, die in eine Eliteuniversität in Shanghai und eine Berufsschule in Lanxiang führte. Ziel der Attacken sei es gewesen, Firmengeheimnisse auszuspionieren und an Daten von chinesischen Dissidenten zu kommen.
Von den Attacken waren neben Google mehr als 30 weitere amerikanische Unternehmen betroffen gewesen. Bislang hatte die chinesische Regierung jede Beteiligung daran entschieden abgestritten.
kwe/dpa
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