Donnerstag, 11. März 2010
"Bald wird etwas passieren": Google kurz vor China-Lösung
Der Internet-Konzern Google will rasch Klarheit für sein China-Geschäft. "Wir stehen in aktiven Verhandlungen mit der chinesischen Regierung", sagte Google-Chef Eric Schmidt nach Angaben des "Wall Street Journal" in Abu Dhabi. Den Stand der Gespräche wollte er nicht preisgeben, verriet aber: "Bald wird etwas passieren."
Google war im Dezember Ziel eines massiven Hackerangriffs aus China geworden. Der Konzern war deshalb vor zwei Monaten an die Öffentlichkeit gegangen. Er will sich nicht länger der Internet-Zensur im Reich der Mitte beugen und droht damit, notfalls sein China-Geschäft einzustellen.
Neben Google sollen mehrere Dutzend weitere Konzerne attackiert worden sein. US-Ermittler vermuten hinter den Angriffen staatliche Stellen in China. Die dortige Regierung bestreitet dies.
Washington verhandelt mit
Bei einer Kongressanhörung in Washington sagte Google-Anwältin Nicole Wong, dass Internet-Zensur ein wachsendes globales Problem sei. Dies betreffe nicht nur Menschenrechte. Die Zensur stelle auch eine hohe Hürde für die Auslandsgeschäfte von US-Unternehmen dar. In den vergangenen Jahren sei Google in 25 Staaten behindert worden. Wong forderte von den Abgeordneten, weiter Druck auf solche Staaten auszuüben.
rts,kwe
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