Technik

Such-Karten erklären Asanas: Google wird zum Yoga-Lehrer

Google liebt Yoga - und zeigt in der Web-Suche jetzt Direktantworten zu bekannten Yoga-Übungen. Die Karten zeigen Bilder, erklären, wofür die Stellungen gut sind und halten hilfreiche weitere Tipps bereit, die vor allem am Smartphone nützlich sein können.

So geht der "Adler". Diese und viele andere Posen sind Teil von Googles neuen Yoga-Karten.
So geht der "Adler". Diese und viele andere Posen sind Teil von Googles neuen Yoga-Karten.(Foto: Google)

Yoga ist total in, das Geschäft mit den Übungen, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen sollen, boomt. Immer mehr Menschen begeistern sich für die ursprünglich aus Indien stammende philosophische Lehre aus geistigen und körperliche Übungen. Neben traditionellen Yogarichtungen kommen so auch Mode-Erscheinungen dazu - zum Beispiel Nackt-Yoga, Fahrrad-Yoga oder das wohl nur halbernst gemeinte Bier-Yoga, bei dem man eine geöffnete Bierflasche in die Übungen miteinbezieht und sich zwischendurch einen tiefen Schluck gönnen darf. Jetzt springt auch Google auf den Trend-Zug auf: Nachdem der Konzern erst im Dezember den Yoga-Pionier B.K.S. Iyengar zum 97. Geburtstag mit einem Doodle ehrte, will der Suchmaschinenspezialist seinen Nutzern jetzt mit einer Reihe neuer Google-Karten beliebte Yoga-Übungen, sogenannte Asanas, näher bringen.

Das Prinzip dieser Direktantworten ist schon bekannt: Wer im Google-Suchfeld einfache Rechenaufgaben eingibt, bekommt als oberstes Resultat das Ergebnis samt Taschenrechner. Wer nach "Wetter Berlin" sucht, kriegt zuerst eine Wetterübersicht angezeigt, erst dann erscheinen die Suchergebnisse mit Links zu Drittseiten. Ähnliches gilt zum Beispiel für Prominente, Sehenswürdigkeiten oder Begriffe wie "Bundesliga" (Ergebnisse oder Vorschau zum aktuellen Spieltag) oder "Kinoprogramm" (Filme, die in der Nähe laufen). 

Google sagt "Namaste"

Seine neuen Suchkarten kündigt Google über seinen Hongkong-Account bei Google+ jetzt mit den Worten an: "Sag Namaste zum neuen Jahr". Wer den Namen einer Yoga-Übung in der mobilen Suche eingibt, muss fortan nicht mehr durch die Suchergebnisse scrollen, sondern bekommt nützliche Informationen direkt angezeigt - auf dem Smartphone oberhalb der Suchergebnisse, im Browser rechts davon. Dazu gehören zum Beispiel einige Bilder, die die jeweilige Stellung zeigen. Verschiedene Namen und Bezeichnungen der Pose werden dargestellt (derzeit nur in Englisch und Sanskrit), dazu gibt's einen Link zu Wikipedia.

So weit, so gewöhnlich - die Google-Karten können aber noch mehr. Zu jeder Übung gibt es Hinweise ("Konsultieren Sie einen Arzt, bevor Sie diese Übungen durchführen") oder Tipps zur Durchführung, außerdem zeigen die Karten die Art der Übung ("vorwärts gebeugt") und welche Körperpartien durch die jeweilige Pose gestärkt und welche gedehnt werden. Klasse Extra: Google verrät suchenden Yoga-Fans auch eine Reihe von Übungen, die man zur Vorbereitung  durchführen kann ("Preparatory poses") und solche, die sich gut anschließen lassen ("Follow-up poses").

Der Haken: Noch gibt es die Google-Karten nur auf Englisch. Wer sie von Deutschland aus sehen möchte, muss die Systemsprache zuerst auf Englisch umstellen. Im Test funktionierte es sowohl mit einem iPhone als auch mit einem Android-Gerät. Auch am Desktop-PC werden die Suchergebnisse erst angezeigt, wenn man die Spracheinstellungen bei Google anpasst. 

Quelle: n-tv.de

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