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Player von LG besetzt die ersten beiden Plätze im Ranking von Stiftung Warentest.
Player von LG besetzt die ersten beiden Plätze im Ranking von Stiftung Warentest.(Foto: LG)

Warentest kürt die besten Modelle: Gute Blu-ray-Player für wenig Geld

Stiftung Warentest kürt zum Jahresende die besten Blu-ray-Player. Das Ergebnis: Teuer ist nicht gleich gut, einer der besten Player kostet unter 100 Euro.

Blu-ray-Player etablieren sich langsam als Alternative zum guten alten DVD-Player in den Wohnzimmern. Ihr Vorteil: Die flachen Blu-Ray-Scheiben sind langlebiger und können mehr Daten speichern als DVDs, dank höherer Übertragungsraten können Videos mit mehr Spielzeit oder mit höherer Auflösung und besserem Klang gezeigt werden. Das ergibt vor allem in Verbindung mit einem HD-Fernseher Sinn. Moderne Blu-ray-Player sind außerdem Multitalente und können auch DVDs und CDs abspielen, Musik oder Fotos wiedergeben und Internet-Inhalte abrufen. Stiftung Warentest hat elf Modelle getestet.

Die wichtigste Erkenntnis aus dem Test: Wie so oft ist das teuerste Gerät nicht zwingend auch das beste. Die Tester haben von jedem Anbieter ein günstiges und ein teures Gerät geprüft, mit Ausnahme von Yamaha. Die beiden ersten Plätze belegen Player von LG, der Zweitplatzierte kostet nur 93 Euro. Fast alle sind in Bild und Ton sehr gut, die Tester wollten aber auch wissen, wie gut sie Internetanwendungen unterstützen, wie leicht Nutzer auf Web-Inhalte zugreifen können, welche Apps nutzbar sind oder wie lange es zum Beispiel dauert, ein Youtube-Video vorzuspulen.

Apps sollten vorinstalliert sein

Mit dem Netz verbunden werden alle Player im Test per Kabel oder WLAN - mit Ausnahme des Panasonic BDT 174. Die Kabelverbindung ist zwar schneller und sicherer, aber auch unpraktischer. Für eine befriedigende Bewertung mussten die Player mindestens Apps für Youtube und Streaming-Anbieter wie Netflix, Maxdome oder Amazon Prime anbieten. Vorsicht: Wer auf Apps Wert legt, die nicht von vorneherein installiert sind, bekommt sie nur, wenn der Hersteller sie zum Download anbietet. Manche Player kommen mit mehr als 30 Apps, acht der elf getesteten haben auch einen eigenen Internetbrowser. Ausgerechnet der teuerste Player im Test, ein Yamaha-Modell für 259 Euro, hat außer Youtube keine andere App vorinstalliert. Ergebnis bei den Internetfunktionen: nur ausreichend.

Ein weiterer kaufentscheidender Faktor kann die Fernbedienung sein. In vielen Fällen finden sich auf der Fernbedienung des TV-Geräts auch Tasten für DVD- oder Blu-ray-Player, zumindest für Grundfunktionen. Es kann daher sinnvoll sein, einen Blu-ray-Player vom gleichen Hersteller zu kaufen. Wer auf Nummer sicher gehen will, fragt vor dem Kauf nach, ob das Zusammenspiel funktioniert. Für Sucheingaben müssen aber in der Regel die Originalfernbedienungen verwendet werden. Das ist umständlich, hilfreich sind hier Fernbedienungsapps für das Smartphone oder das Tablet - bis auf Panasonic und Samsung unterstützen alle Hersteller im Test diese komfortablere Lösung. Der Testsieger LG BP740 hat eine Fernbedienung, die wie ein Mauszeiger funktioniert. Hier können außerdem Maus und Tastatur angeschlossen werden, genau wie beim Philips BDP 7750 und beim Samsung BD-J7500 - hier allerdings nur kabellos.

LG-Player: Gut und günstig

Der Testsieger LG BP740 kostet 129 Euro und bekommt als Note eine glatte 2,0 (gut) und punktet mit ungewöhnlicher Fernbedienung, Steuerungs-App für Smartphone und Tablet und USB-Anschluss. Bei Bedarf rechnet er Inhalte auf UHD hoch. Der zweitplatzierte Player, ebenfalls von LG, ist der zweitgünstigste im Test. Der BP550 kostet nur 93 Euro, hat eine eigene Fernsteuerungs-App und einen USB-Port für Speichersticks und Festplatten. Ihm fehlen aber ein Display und viele vorinstallierte Apps.

Auf Platz drei landet das teuerste Modell, der Yamaha BD-S677 für happige 259 Euro. Er verfügt über zwei USB-Anschlüsse, digitale und analoge Audioausgänge und eine Steuerungs-App, hat aber nur die Youtube-App vorinstalliert. Nummer vier im Test, der Philips BDP5700/12, kostet 120 Euro und bekommt die Note 2,3 (gut). USB-Anschlüsse, Fernbedienungs-App und Gerätedisplay sind vorhanden, allerdings nur ein digitaler optischer Ausgang. Außerdem reagiert er langsam auf Befehle per App und spult Internetvideos nur langsam vor.

Der Fünftplatzierte, der Philips BDP7750/12 für 162 Euro punktet durch seine Vielseitigkeit mit zwei USB-Anschlüssen, UHD-Upscaling und Gerätedisplay. der günstigste im Test (Panasonic DMP-BDT174) kostet zwar nur 92 Euro, bietet dafür aber nur wenig Ausstattung und landet auf dem vorletzten Platz. Das Schlusslicht kommt von Samsung und erreicht mit der Gesamtnote 3,2 nur ein "befriedigend". Negativ fiel den Testern bei dem 177 Euro teuren Gerät unter anderem der hohe Energiebedarf auf - der Player hatte den höchsten Stromverbrauch im Test.

Quelle: n-tv.de

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