Technik
Für Fotos mit schönem Bokeh braucht man Systemkameras.
Für Fotos mit schönem Bokeh braucht man Systemkameras.(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn/dpa)
Sonntag, 02. April 2017

19 Geräte bei Stiftung Warentest: Gute Systemkameras gibt's ab 400 Euro

Die besten Fotos machen nach wie vor Systemkameras mit Wechselobjektiven. Dafür kann man viel Geld ausgeben, muss man aber nicht. Gute Geräte gibt's laut Stiftung Warentest schon für rund 400 Euro.

Stiftung Warentest hat für die Ausgabe 4/2017 der Zeitschrift "test" 19 aktuelle Systemkameras für Anfänger und Fortgeschrittene getestet. Unter den Kandidaten waren klassische Spiegelreflexkameras, aber auch kleinere und leichtere spiegellose Geräte mit elektronischem Sucher. Fotografiert wurde mit den Zoom-Objektiven, die im Set mit dem Body verkauft werden.

Den Testsieg machten die spiegellosen Geräte unter sich aus, wobei die rund 2000 Euro teure Fujifilm X-T2 in Kombination mit dem Zoom XF 18-55 mit der Gesamtnote 1,7 am besten abschnitt. Sie harmonisiert unter anderem besonders gut mit ihrem lichtstarken Kit-Objektiv, liefert kaum Verzeichnung und eine sehr gute Helligkeitsverteilung. Die Tester loben auch den Klappmonitor der Kamera.

Die Olympus OM-D E-M1 II mit dem Objektiv ED 12-40 Pro erhielt die Note 1,9.  Sie ist mit mehr als 2500 Euro noch teurer als die Testsiegerin, kann aber pro Sekunde 14 Serienbilder in voller Auflösung schießen. Body und Objektiv sind spritzwassergeschützt.

Es geht auch günstiger

Mit 985 Euro ist die Panasonic Lumix G81M mit dem Zoom G Vario 12-60 wesentlich günstiger, erreichte aber ebenfalls die Gesamtnote 1,9. Sie ist eine "gute spiegellose Systemkamera für Einsteiger mit klapp- und schwenkbarem Monitor und sehr gutem elektronischen Sucher", urteilten die Prüfer. Außerdem ist die Kamera wie die teurere Konkurrentin spritzwassergeschützt.

Das mit Abstand günstigste Einsteiger-Gerät, das als "Gut" bewertet wurde (2,1) ist eine Spiegelreflexkamera. Sie kostet durchschnittlich lediglich 405 Euro. Die Canon EOS 1300D macht mit dem Kit-Objektiv EF-S 18-55 IS II "erstaunlich gute Fotos" und ihr "Sucher hält sogar dem Vergleich mit teuren Spitzenmodellen Stand."

Die Profi-Kamera Nikon D500, die in Kombination mit dem Zoom-Objektiv AF-S DX 16-80 rund 2850 Euro kostet, erhielt von Stiftung Warentest nur die Gesamtnote 2,5. Sie ist ein Beispiel dafür, dass das Kit-Objektiv bei teuren Kameras oft keine gute Wahl ist. Bei der Nikon D500 verzeichnet es stark und die Kamera selbst kann dies nicht kompensieren. Mit einer 50-Millimeter-Festbrennweite wurde die Nikon D500 mit der Note 1,9 bewertet.

Quelle: n-tv.de

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