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"Digital Playground" gehört angeblich zu den weltweit fünf beliebtesten Porno-Webseiten.
"Digital Playground" gehört angeblich zu den weltweit fünf beliebtesten Porno-Webseiten.(Foto: Screenshot)

Digital Playground lässt Hosen runter: Hacker entblößen Porno-Seite

Eine Hacker-Gruppe, die sich selbst zum Anonymous-Kollektiv zählt, knackt die beliebte Porno-Webseite "Digital Playground" und erhält Zugriff auf über 70.000 Nutzerdaten. Das "Consortium" schreibt, Kreditkartendaten und Passwörter lägen unverschlüsselt auf den Servern des Sex-Dienstes.

Obwohl erst Mitte Februar die Youporn-Mutter Manwin Opfer eines Hackerangriffs wurde, scheinen sich andere Sex-Webseiten keine Sorgen um ihre eigene Sicherheit oder die ihrer Kunden zu machen. Denn wie das Sophos-Blog "Naked Security" berichtet, knackten Hacker jetzt auch die Server des häufig genutzten Porno-Dienstes "Digital Playground". Dabei fielen ihnen nach eigenem Bekunden mühelos rund 72.000 Nutzerdaten und Passwörter in die Hände. Besonders schlimm: Die Hacker behaupten, auch etwa 40.000 Kreditkartendaten samt Sicherheitscode (CVC-Nummer), Namen und Ablaufdatum erbeutet zu haben.

Die Daten seien unverschlüsselt auf den Servern gespeichert gewesen, schreiben sie. "Diese Webseite hat so unglaublich viele Lücken. Würde ich nicht wissen, dass es eine Porno-Seite ist, hätte ich es für einen Honeypot gehalten", bemerkt einer der Hacker amüsiert. Die Sicherheitsmaßnahmen von "Digital Playground" seien ein Witz. Honeypots (Honigtöpfe) sind Computer, die von Fahndern oder Sicherheitsanbietern absichtlich völlig schutzlos gelassen werden, um Hacker anzulocken.

Doch die leichtsinnigen digitalen Freier könnten Glück im Unglück haben. Denn die Hackergruppe, die sich "The Consortium" nennt, behauptet, sie würde die gestohlenen Kreditkartendaten nicht missbrauchen. Sie wären nur aus Spaß an der Freude bei "Digital Playground" eingebrochen, heißt es in der Mitteilung der Hacker. Das einzige Verbrechen, das die Digital-Playground-Nutzer begangen hätten, sei der Download von ein paar Pornos. "Wir können es nicht rechtfertigen, die Kreditkartendaten dieser Leute zu veröffentlichen", schreiben die Hacker. Trotzdem sollten sich Nutzer der geknackten Porno-Webseite nicht allzu sicher fühlen. Denn E-Mail-Adressen und Namen hat das "Consortium" bereits veröffentlicht. Außerdem haben sie dutzende Pornofilme zum Gratis-Download bereit gestellt.

"Digital Playground" hat den Dienst am Manne nach dem Hackerangriff nicht eingestellt, nimmt aber vorerst keine neuen Mitglieder auf.

Quelle: n-tv.de

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