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Nutzer müssen ihr Passwort ändern.
Nutzer müssen ihr Passwort ändern.

Passwörter gestohlen: Hacker knacken Evernote

Dieses Jahr beginnt für Hacker überaus erfolgreich. Nach Apple, Facebook und Microsoft finden sie ein neues prominentes Opfer: Den Online-Zettelkasten Evernote. Nutzer sollten deshalb schleunigst ihr Passwort ändern.

Wer Evernote nutzt, sollte zügig sein Passwort ändern. Denn der Notiz-Dienst ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. "Das Sicherheitsteam hat verdächtige Aktivitäten im Netzwerk entdeckt und blockiert", meldete das Unternehmen im eigenen Blog und sprach von einem "koordinierten Versuch", um in den gesicherten Bereich des Netzwerks zu einzudringen. Evernote hat nach jüngsten Angaben fast 50 Millionen Nutzer.

Bei dem Zurücksetzen der Passwörter handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, versicherte Evernote. Es gebe bislang keinen Hinweis darauf, dass auf gespeicherte Daten zugegriffen worden sei. Auch seien keine Daten verändert worden oder verlorengegangen.

Die Untersuchung habe allerdings ergeben, dass sich die Eindringlinge Zugang zu Nutzerinformationen verschafft haben, hieß es in dem Blogeintrag. Darunter seien Nutzernamen, Email-Adressen – und Passwörter, die aber "robust" verschlüsselt seien. Nutzer werden bei ihrer nächsten Anmeldung dennoch aufgefordert, ihr Passwort zu ändern.

In diesem Zusammenhang gibt Evernote Hinweise zu Passwörtern. Nutzer sollten Passwörter vermeiden, die sich in Wörterbüchern finden. Außerdem dürfe nie das gleiche Passwort für unterschiedliche Seiten verwendet werden. Dritter Tipp: Niemals auf den Link klicken, wenn in Emails das Rücksetzen eines Passworts verlangt wird – Nutzer sollen sich immer nur direkt über die Website des Anbieters einloggen.

Allein in den vergangenen Wochen waren auch Twitter, Facebook, Apple und Microsoft Ziel von Hacker-Attacken geworden, die jedoch nach ersten Erkenntnissen glimpflich verliefen. Große US-Industrieunternehmen stehen nach Angaben amerikanischer Sicherheitsexperten schon lange im Visier mutmaßlich chinesischer Hacker. Jüngst wurden auch Cyberangriffe auf große US-Zeitungen sowie die europäischen Konzerne ThyssenKrupp und EADS bekannt.

Quelle: n-tv.de

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