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Das Huawei Mate 10 Pro sieht beeindruckend aus.
Das Huawei Mate 10 Pro sieht beeindruckend aus.(Foto: Evan Blass @evleaks)
Montag, 02. Oktober 2017

Starker iPhone-X-Konkurrent: Huawei Mate 10 Pro in ganzer Pracht geleakt

Das Huawei Mate 10 Pro zeigt sich mit fast randlosem Display, Doppelkamera und Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Auf dem ersten Blick möchte man sagen: So sieht ein würdiger iPhone-X-Gegner aus.

Huawei wird voraussichtlich am 16. Oktober das Mate 10 und das Mate 10 Pro vorstellen. Beide Geräte werden mit Spannung erwartet, denn bereits im vergangenen Jahr haben die Chinesen ein sehr starkes Smartphone präsentiert, das den Vergleich mit dem iPhone 7 Plus durchaus Stand hielt. Dazu gab es noch eine aberwitzig teure Porsche-Design-Variante im Galaxy-S7-Edge-Look mit gebogenem Display für 1395 Euro, die nicht wirklich für den Massenmarkt gedacht war. In diesem Jahr könnte das anders sein, denn das Pro-Modell ist voraussichtlich kein abgefahrenes PR-Handy, sondern dürfte eine sehr ernstzunehmende Konkurrenz für das Galaxy Note 8 und auch das iPhone X werden. Ein von Evan Blass (@evleaks) geleaktes Bild stützt diese Annahme.

Auf der vermutlich offiziellen Promo-Grafik ist das Mate 10 Pro in drei Farbvarianten zu sehen: Dunkelgrau, Blau und Goldbraun. Auf der anscheinend gläsernen Rückseite ist eine vertikal angeordnete Doppel-Kamera zu erkennen, die Huawei erneut in Partnerschaft mit Leica entwickelt hat. Beide Objektive sollen die enorm lichtstarke Blende f/1.6 bieten, wie man sie bisher nur von der Hauptkamera des LG V30 kennt, das Anfang November in Deutschland auf den Markt kommt. Da können weder das Note 8 noch das iPhone X mithalten. Den Fingerabdrucksensor hat Huawei da angebracht hat, wo er hingehört: zentral unter die Kameras. Das Design wirkt gelungen, auf jeden Fall beweisen die Chinesen, dass sie es nicht mehr unbedingt nötig haben, Apple und Samsung zu kopieren.

Schwerpunkt KI

Der voraussichtlich um die 6 Zoll große Bildschirm des Mate 10 Pro ist an den Seiten offenbar noch weniger gewölbt als bei den Konkurrenten, nimmt aber bis auf zwei schmale Streifen oben und unten ebenfalls fast die gesamte Front ein. Das Seitenverhältnis dürfte 2:1 sein. Vermutlich setzt Huawei beim Mate 10 Pro auf ein AMOLED-Display in QHD-Auflösung.

Vielsagend ist der Schriftzug "AI", der auf dem Display-Hintergrund zu erkennen ist. Er steht für Artificial Intelligence, also Künstliche Intelligenz (KI). Huawei hat schon bei der Vorstellung des Mate-10-Chips Kirin 970 während der IFA in Berlin deutlich gemacht, dass es mit seinem "neuronalen Prozessor" hier nicht nur einen ähnlichen Weg wie Apple mit seinem neuen A11 geht, sondern auf diesem Gebiet sogar führend sein möchte. Als Beispiel zeigten die Chinesen eine extrem schnelle Bilderkennung. Was sie in Sachen KI tatsächlich auf dem Kasten haben, wird sich am 16. Oktober zeigen. Preislich scheint Huawei mit dem Mate 10 Pro Apple jedenalls dicht auf den Fersen zu sein: Der deutsche Tech-Blogger Roland Quandt schreibt, in Ost-Europa sei das neue Smartphone für 930 bis 940 Euro gesichtet worden. Vielleicht doch wieder eine Porsche-Design-Variante?

Quelle: n-tv.de

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