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Instagram will Beiträge künftig nach Relevanz sortieren.
Instagram will Beiträge künftig nach Relevanz sortieren.(Foto: kwe)

Bloß nichts verpassen: Instagram passt Nutzer-Feeds an

Wie beim Mutter-Unternehmen Facebook sollen künftig auch bei Instagram die Feeds von Algorithmen neu geordnet werden. Nutzer sollen so weniger Beiträge verpassen, viele sind von der Ankündigung aber gar nicht begeistert.

Facebooks Fotoplattform Instagram will ihren Nutzern die Bilder künftig nicht mehr chronologisch, sondern von Software geordnet zeigen. Algorithmen sollen die Fotos nach Relevanz für die Betrachter sortieren, erklärt der Dienst in einem Blogeintrag. Aktuell verpassten Nutzer rund 70 Prozent der Beiträge, darunter auch für sie wichtige, hieß es zur Begründung. Für die Reihenfolge der Fotos und Videos soll beispielsweise die Beziehung zu einer Person und die Zeitlosigkeit eines Beitrags berücksichtigt werden. "Wenn dein Lieblingsmusiker ein Video vom Konzert der vergangenen Nacht teilt, wartet es auf dich am nächsten Morgen, ganz egal, wie vielen Konten du folgst oder in welcher Zeitzone du lebst", heißt es in dem Blogpost.

#RIPInstagram

Die Änderungen sollen in den kommenden Monaten sichtbar werden. Zum Start werden "alle Posts da sein, nur in einer anderen Reihenfolge", betont Instagram. Man werde sich Zeit nehmen, um die Änderungen gut hinzubekommen und dabei auf das Feedback der Nutzer hören, verspricht der Dienst. Viele Nutzer sind aber von der Idee, Fotos und Videos nicht mehr streng chronologisch einlaufend zu sehen, gar nicht begeistert. Unter anderem machen sie auf Twitter unter dem Hashtag #RIPInstagram ihrem Unmut Luft. Sie werfen Instagram vor, die Änderungen vorzunehmen, um mehr Werbung verkaufen zu können.

Die Fotoplattform hat mehr als 400 Millionen Nutzer, vor rund vier Jahren wurde der Dienst von Facebook gekauft. Beim mit mehr als 1,6 Milliarden aktiven Mitgliedern größten sozialen Netzwerk kann man sich die Einträge schon lange von Software sortieren lassen. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter experimentiert mit dem verstärkten Einsatz solcher Algorithmen statt der rein chronologischen Darstellung. Bei Facebook war die Aufregung über die Änderung anfangs groß, inzwischen scheint die große Mehrheit der Nutzer aber die neue Ordnung akzeptiert zu haben.

Quelle: n-tv.de

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