Technik

Konkurrenz belebt das GeschäftKindle-Boom dank iPad

20.07.2010, 11:21 Uhr

Auf die Einführung von Apples iPad reagierte Amazon mit einer saftigen Preissenkung für den hauseigenen Kindle-Reader. Seitdem strömen die Kunden - und davon profitiert auch der Ebook-Markt.

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Auch schön und flach, wenn auch nicht so variabel einsetzbar wie das iPad: Der große Kindle DX. (Foto: dpa)

E-Books und Reader aus einer

Hand – dieses Konzept erweist sich für Amazon als Erfolgsmodell. Knapp drei Jahre

nach seiner Einführung ist der Kindle-Reader das meistverkaufte Produkt auf Amazon.com.

Mit genauen Zahlen hält der Handelsriese allerdings hinterm Berg. Doch es scheint sich auszuzahlen, dass man auf

die Einführung des iPad mit einer drastischen Preissenkung reagiert hat. Seit

Juni kostet der Kindle nur noch 189 statt 259 Dollar - deutlich weniger als das iPad für 590 Dollar - und die Kunden danken es: Die Wachstumsrate habe sich seitdem

verdreifacht, teilt Amazon-Gründer Jeff Bezos mit.

Dazu passt es, dass auch

die E-Book-Verkäufe den Hardcover-Absatz inzwischen weit überflügelt haben - im

letzten Monat kamen auf 100 verkaufte Hardcover 180 E-Books. Am Preis muss das nicht liegen: Bestseller und Neuerscheinungen sind

in der digitalen Version nicht unbedingt billiger, im Gegenteil: Der Nora Roberts-Reißer

"The Search" etwa ist in der gebundenen Ausgabe für 13,48 Dollar zu

haben, für die Kindle-Variante müssen die Leser 13,79 Dollar hinblättern. Wie

sich die Ebooks Absätze im Vergleich zum Taschenbuch schlagen, verrät Amazon

nicht.

Sicher ist aber: Nicht

alle Ebook-Käufer haben auch einen Kindle-Reader. Die Bücher können auch auf

den PC oder auf Android-Smartphones geladen werden. Auf dem iPad laufen sie

übrigens auch.

Quelle: ino