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Die Figuren sind bunt und knubbelig, sterben aber brutale - und dumme - Tode.
Die Figuren sind bunt und knubbelig, sterben aber brutale - und dumme - Tode.(Foto: Metro Trains Promo / Screenshot n-tv.de)

Süßer, brutaler, belehrender Ohrwurm: Knubbelleichen singen im Chor

Der Fuß wippt zum Refrain, Zeichentrickfiguren sterben eines besonders dummen Todes. Etwa mit dem Gemächt Piranhas anlocken. Im Weltraum den Helm abnehmen. Einen Grizzly-Bär piesacken. Und bunte Knubbelleichen singen im Chor, damit die Metro sicherer wird.

Ein Video mit Zeichentrickfiguren, die auf absurde Weise zu Tode kommen, hat sich auf Youtube zum Hit entwickelt. Der dreiminütige Werbespot einer Sicherheitskampagne der Melbourner Metro mit dem Titel "Dumb Ways to Die", also Dämliche Todesarten, wurde innerhalb einer Woche schon mehr als 16 Millionen Mal angeklickt.

Zu sehen sind bunte, rundliche Figuren, die auf abwegige Weise sterben, indem sie zum Beispiel einen Grizzly-Bären mit einem Stöckchen pieksen bis er zubeißt, sich während der Jagdsaison im Elchkostüm in den Wald stellen oder die eigenen Genitalien als Piranha-Köder benutzen. Während die Strophen immer Details der Todeshergänge zeigen, tauchen die getöteten Knubbelfiguren für den Refrain quietschlebendig wieder auf und besingen eben jene "dämlichen Todesarten". Der Song von "Tangerine Kitty" ist auch auf Soundcloud anhörbar.

Die dämlichsten Arten zum Schluss

Das Video hat bei Youtube bereits mehr als 185.000 positive Bewertungen gesammelt. In den Kommentaren diskutieren Nutzer darüber, welche der bunten Figuren sie besonders mögen. Manche prahlen damit, wie häufig sie das Video bereits angesehen haben, andere bezeichnen den Song als "Hipster-Müll". Unter dumbwaystodie.com ist auch eine eigene Website online - dort sind die Figuren noch unversehrt.

Die am Schluss zum Chor angewachsene Ansammlung Untoter brandmarkt die "dämlichsten Todesarten", die die Metro für sich beansprucht: Zu nahe am Bahnsteig-Rand stehen, zwischen geschlossenen Bahnschranken durchfahren und über Bahnschienen rennen. Die Melbourner Metro und Video-Schöpfer John Mescall zeigten sich überrascht vom großen Erfolg ihres Spots. Das Geheimnis liege vermutlich in der Verbindung eines morbiden Themas mit niedlichen und knuddeligen Figuren, sagte Mescall.

"Rejected", Abgelehnt, ein Video mit morbiden Zeichnungen für den fiktiven Fernsehkanal "Family Learning Channel", basiert auf einem ähnlichen Prinzip. Dort sind es allerdings Cartoons ohne Musik. Am Ende erleidet der Zeichner einen Nervenzusammenbruch, was anhand der Bilder und des Tons ersichtlich wird. Der Film wurde weltweit Dutzende Male ausgezeichnet.

Quelle: n-tv.de

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