Donnerstag, 11. März 2010
Science Fiction wird Realität: Microsoft entwickelt 3D-Maus
Forscher von Microsoft Research haben die Maus der Zukunft entwickelt. Mit der "Cloud Mouse" soll der Nutzer im virtuellen Raum durch eine komplexe Datenwelt steuern.Cloud-Computing bedeutet schon heute, dass sehr viele Nutzer sehr viele Daten erzeugen, auf die auch sehr viele Nutzer online zugreifen können. Aktuelle Eingabe- und Anzeigegeräte werden nach Meinung der asiatischen und britischen Microsoft-Wissenschaftler dieser unglaublichen Datenmenge und -vielfalt nicht mehr gerecht.
Mit der Cloud Mouse sollen sich Nutzer in nicht allzu ferner Zukunft mitten hinein in die Datenwelt begeben. Dabei werden Datenpakete, Programme, Zugänge und ähnliches in 3D-Visualisierungen projeziert. Eine heute übliche Maus, die nur zwei Dimensionen beherrscht, ist in so einer virtuellen Welt fehl am Platz.
Das erinnert schon sehr stark an Filme wie "Minority Report" oder "Matrix".
(Foto: Microsoft Research)
Denkbar wäre eine Gestensteuerung, ähnlich wie in dem Hollywood-Streifen "Minority Report". Die Cloud Mouse geht aber einen anderen Weg: In dem eiförmigen Gerät stecken Sensoren, die Bewegungen und Distanzen erkennen. So kann der virtuelle Cursor alle Bewegungen nachvollziehen, die der Nutzer mit der Maus in der Hand macht.
Ob die 3D-Visualisierungen so spektakulär sein werden, wie auf der Computergrafik von Microsoft Research, ist ungewiss. Vermutlich wird die "Datenwolke" zunächst aus mehreren Bildschirmen oder Projektionsflächen bestehen, zwischen welchen der Nutzer Daten nach Belieben per Drag & Drop Daten verschieben kann.
Texteingabe ist in dem Konzept der Forscher offenbar nicht vorgesehen. Vielleicht gehen sie davon aus, dass bis dahin die Spracheingabe problemlos funktioniert. Oder der Nutzer der Zukunft muss die Cloud Mouse in die Ladestation stecken und ganz banal zur Tastatur greifen.
kwe
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