Dienstag, 16. März 2010
Neuer Ärger für Google : "Nexus One" nur geklaut?
Das US-Patent- und Markenamt hat es überraschend abgelehnt, die Markenrechte für das Google-Handy "Nexus One" einzutragen.
Zur Begründung hieß es, es bestehe Verwechslungsgefahr mit einem Warenzeichen, das ein lokaler Telekommunikationsbetreiber namens Integra angemeldet habe.
Integra hatte sich den Angaben zufolge den Markennamen bereits im Oktober 2005 schützen lassen - lange bevor von einem Google-Handy die Rede war. Offenbar hatte Google vor der "Taufe" seines Smartphone-Flaggschiffs hier nicht gründlich genug recherchiert.
Einem Bericht des britischen IT-Nachrichtenportals "The Frontline" zufolge haben außerdem die Erben des Schriftstellers Philip K. Dick angekündigt, Google zu verklagen. Der Name des Android-Handys erinnere zu stark an den Begriff "Nexus-6", aus Dicks Erfolgsroman "Do Androids Dream of Electric Sheep", der die Romanvorlage für den Film Blade Runner darstellt.
Namenswechsel eher unwahrscheinlich
Schlimmstenfalls wäre Google gezwungen, sich einen neuen Namen für das Smartphone einfallen zu lassen. Ganz so weit ist es allerdings noch nicht. Das US-Markenamt will dem Internet-Konzern zunächst Gelegenheit geben, Dokumente vorzulegen, die zeigen, dass doch keine Verwechslungsgefahr mit der bereits registrierten Marke besteht.
Und zuletzt bestünde ja - ebenso wie im Streit mit den Dick-Rechteinhabern - noch die Möglichkeit, den Konflikt mit Geld aus der Welt zu schaffen.
tle
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