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"Einfach. Persönlich." - "sicher" fehlt.
"Einfach. Persönlich." - "sicher" fehlt.(Foto: whatsapp.com / Screenshot n-tv.de)

Schonzeit vorbei?: WhatsApp-Nutzer sollen zahlen

Besitzer der iOS-Version sind aus dem Schneider, aber WhatsApp bittet offenbar Nutzer aller anderen Versionen immer häufiger zur Kasse. Andere berichten dagegen von Gratis-Verlängerung der Nutzungsdauer. Zudem schließen die Entwickler eine Sicherheitslücke.

WhatsApp hat ein Update veröffentlicht, das eine Sicherheitslücke ausmerzen soll. Zudem wird der Service für viele Nutzer nun kostenpflichtig. Nach dem ersten Jahr werden 0,99 Euro für weitere 12 Monate fällig. Zumindest verschickt WhatsApp über seinen Dienst entsprechende Aufforderungen, heißt es in einschlägigen Blogs. Auch das Fachmagazin Heise berichtet davon.

Die Aufforderungen gehen offenbar an alle Geräte außer von Apple - also Android, Blackberry, Windows Phone und Nokia. Nutzer des iOS müssen sich den Messenger im AppStore kaufen. Der Service ist deshalb Angaben von WhatsApp zufolge kostenlos. Mit dem Kaufpreis von 0,89 Euro sei die Gebühr bereits abgegolten.

Alleine der Android PlayStore zeigt über 100 Millionen Downloads für die App, über 1,8 Millionen Mal wurde sie bewertet. Zwar gibt es Konkurrenzprodukte, aber keines davon erreicht bislang die Popularität von WhatsApp. Internationale Mobilfunkbetreiber haben über Jahre viel Geld mit SMS und MMS verdient - doch die Einnahmen schwinden. Ein Konkurrenzprodukt zu WhatsApp soll "Joyn" werden, das in ersten Tests auch bei Videotelefonie gut abschnitt. Allerdings ist es bislang nur über Vodafone erhältlich, die Telekom und O2 wollen nachziehen.

Irgendwie geflickt?

Eine eklatante Sicherheitslücke, die bereits vor Monaten bekannt wurde, war von den Entwicklern lange Zeit nicht geschlossen worden. So konnte ein Angreifer sich mit simplen Methoden für einen anderen ausgeben und unter dessen Namen und Nummer Nachrichten verschicken. Die Datenübertragung zwischen dem Smartphone und dem Server des Unternehmens war nicht verschlüsselt. Es reichte, wenn ein Nutzer das Programm im öffentlichen WLAN nutzte, um sich angreifbar zu machen.

In einem Blog, in dem es um Sicherheitsfragen geht, hatte es vernichtend geheißen: "WhatsApp ist broken, really broken" ("WhatsApp ist kaputt, total kaputt").

Wie genau die Lösung für dieses Problem aussieht, ist nicht bekannt. In der Dokumentation werden keine Details zur Änderung angegeben. Auf eine Anfrage von n-tv.de hat WhatsApp bislang nicht reagiert.

Quelle: n-tv.de

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