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Das Nurugo Micro wurde per Crowdfunding finanziert.
Das Nurugo Micro wurde per Crowdfunding finanziert.(Foto: Nurugo)

Winzig, günstig, federleicht: Nurugo Micro macht iPhone zum Mikroskop

Mit dem Nurugo Micro wird das Unsichtbare sichtbar. Das Mikroskop fürs Smartphone bietet sagenhafte 400-fache Vergrößerungen. Es ist superklein, kinderleicht zu bedienen und gar nicht teuer.

Mit dem Smartphone kann man sehr passable Fotos machen, doch bei echten Nahaufnahmen ist schnell Schluss - die Naheinstellgrenze liegt bei den meisten Handy-Knipsen bei 10 Zentimetern oder mehr. Wer ganz dicht ran will, braucht Hilfsmittel wie spezielle Vergrößerungslinsen zu Aufsetzen, dann gelingen auch Makroaufnahmen. Noch viel näher dran als mit einer Makrolinse kommt man mit einem Mikroskop fürs Smartphone: das "Nurugo Micro" ist kompakt, günstig und bietet eine sagenhafte 400-fache Vergrößerung.

Mit dem kleinen Aufsteck-Gadget werden Welten sichtbar, die viele Menschen sonst nur im Biologie-Unterricht zu sehen bekommen, wenn sie winzig kleine Krabbeltierchen oder Strukturen in Pflanzen und Blättern unter dem Mikroskop betrachten. Das Nuguro Micro verspricht ein ähnliches Erlebnis beim Entdecken einer Welt, die fürs menschliche Auge weitgehend unsichtbar ist. Es ist laut Hersteller das kleinste Mikroskop der Welt, bei knapp 5 Millimetern Dicke, 37 Millimetern Höhe und 23,3 Millimetern Breite wiegt es nur 3,89 Gramm. Mit dem zugehörigen Clip zum Befestigen am Smartphone ist es 41 Millimeter breit und 22,3 Millimeter dick - immer noch deutlich weniger als ein herkömmliches Tischmikroskop.

Die Vergrößerungsleistung ist abhängig vom Smartphone-Modell, möglich sind 18- bis 400-fache Vergrößerungen, ausgelegt ist es für iPhones und Samsungs aktuelle Galaxy-Modelle. Welche Geräte aber genau unterstützt werden, verrät Nurugo nicht. Alles, was durchs Nurugo Micro auf dem Display sichtbar wird, kann direkt fotografiert oder auf Video aufgenommen werden.

Ein Licht-Ring ums Objektiv soll für gleichmäßige Beleuchtung sorgen, über eine Umleitung wird die LED-Leuchte der Smartphone-Knipse zur Beleuchtung genutzt. Ein Akku ist nicht nötig, Kabel- oder Steckverbindungen gibt es auch nicht. Die zugehörige App gibt es für iOS und Android, mit der nicht nur Bilder mit höherer Qualität aufgenommen werden sollen, sondern die auch Teilfunktionen für Soziale Netzwerke beinhaltet.

Die Macher von Nurugo Micro haben ihr Projekt über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert. Das Ziel von 50.000 US-Dollar war bereits nach fünf Tagen erreicht, vier Tage vor Ende der Kampagne sind bereits über 200.000 Dollar zusammengekommen. Für 39 Dollar kann man via Kickstarter eins der Smartphone-Mikroskope bekommen, im Mai 2016 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden. Im Handel soll ein Nurugo Micro 70 Dollar kosten.  

Quelle: n-tv.de

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