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Das staunt der Mac-Pro-Nutzer: Sein Hochleistungs-Rechner ist zu schlapp für die Oculus Rift.
Das staunt der Mac-Pro-Nutzer: Sein Hochleistungs-Rechner ist zu schlapp für die Oculus Rift.(Foto: Oculus)

Baut Apple keine guten Computer?: Oculus verschmäht Mac-Rechner

Die VR-Brille Oculus Rift wird bis auf Weiteres nicht mit Mac-Rechnern zusammenarbeiten. Erst wenn Apple einen "guten Computer" mache, werde es dazu kommen, sagt der Firmengründer. Wie meint er das denn?

Die VR-Brille Oculus Rift ist seit dem 16. Januar auf dem Markt. Sie ist ein Vorreiter der virtuellen Realität und soll nach Vorstellung des Firmengründers Palmer Luckey die Computerspielebranche revolutionieren. Um sich in 360-Grad-Welten auszutoben, benötigen Nutzer aber unbedingt einen sehr leistungsstarken Windows-PC. Für Mac-Rechner gibt's derzeit keine Software von Oculus. Apples Computer seien einfach nicht kräftig genug, sagte Luckey in einem Interview mit "Shacknews". Nicht mal ein über 5000 Euro teurer Mac Pro mit der besten verfügbaren Grafikkarte biete die empfohlenen technischen Spezifikationen.

Kann das sein Ernst sein? Die Monster-Dose, die laut Apple ohne Geschwindigkeitsverlust 4K-Videos verarbeitet, ist zu lahm für VR-Spiele? Das Problem sei, dass in Macs keine High-End-Grafikkarten stecken. Sobald Apple einen "guten Computer" mache, werde die Oculus Rift Mac-Computer unterstützen. Autsch.

Render-Höchstleistung

Oculus setzt in seinen empfohlenen PC-Spezifikationen mindestens eine AMD R9 290 voraus. In Benchmark-Vergleichen liegt sie deutlich vor Apples Top-Karte AMD FirePro D700. Die grafische Messlatte liegt deshalb so hoch, weil für das Rendern von VR-Spielen eine dreimal höhere GPU-Leistung als bei herkömmlichen 1080p-Spielen nötig ist. Die Rift arbeitet mit einer Auflösung von 2160 x 1200 Pixeln, verteilt auf zwei Displays. Die Bildwiederholfrequenz beträgt anstrengende 90 Hertz, pro Sekunde müssten für die Bilder, die Rift-Träger sehen, rund 400 Millionen Pixel verarbeitet werden. Wer wissen möchte, ob sein System Oculus-Rift-ready ist, kann auf der Webseite des Herstellers ein kleines Test-Programm herunterladen.

Kocht Apple ein eigenes VR-Süppchen?

"Golem.de" weist darauf hin, dass auch die "Holodeck-Brille" HTC Vive Mac-Rechner aus den gleichen Gründen nicht unterstützt. Ob Apple seine Macs noch nachrüstet, ist offen. VR selbst ist aber offenbar auch für den iPhone-Hersteller eine interessante Technik. Laut "Financial Times" arbeitet das Unternehmen schon seit einiger Zeit an eigenen VR-beziehungsweise AR-Headsets. Dazu habe es Firmen wie Flyby Media gekauft und beschäftige in einem geheimen Labor bereits Hunderte Mitarbeiter.

Quelle: n-tv.de

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