Dienstag, 25. Mai 2010
Teures Geburtstagsgeschenk: Pacman frisst Millionen
Die Mutter aller Videospiele ist 30 geworden und Google gratulierte auf Google-typische Weise: Am Freitag schmückte ein Pacman-Spiel die Startseite der Suchmaschine. Ein Tribut mit teuren Folgen.Pacman ist 30 geworden und Google hat ein teures Geschenk gemacht: Die Geburtstagswürdigung des Videospiel-Klassikers auf der Google-Startseite hat Weltwirtschaft rund 120,5 Millionen Dollar gekostet, hat die Unternehmensberatung Rescue Time ausgerechnet.
Am Freitag fanden Google-Besucher über dem Suchfeld das Pacman-Spiel – und wer statt auf "Google Search" auf "Insert Coin" klickte, konnte loslegen. Im Schnitt blieben die Nutzer 36 Sekunden länger als üblich auf der Seite, heißt es im Blog von Rescue-Time. Hochgerechnet hat Pacman 4,8 Millionen Stunden potentieller Arbeitszeit gefressen. Gesteht man dem durchschnittlichen Google-Nutzer einen Brutto-Stundenlohn von 25 Dollar zu, so kommt man auf die Schadenssumme von knapp 120,5 Millionen Dollar. Davon könnte man die gesamte Google-Belegschaft, inklusive des Top-Managements, sechs Wochen lang bezahlen, bilanziert Rescue-Time. Würden alle Arbeitnehmer nach Google-Standards bezahlt, beliefe sich der Schaden sogar auf 298,9 Millionen Dollar.
Irritierende Geräusche
Auch auf einer andereren Ebene wirkte Googles Pacman-Doodle verheerend: Die Videospiel-Geräuschkulisse irrititierte viele Google-Nutzer so sehr, dass sie sich hilfesuchend an ihren Browser-Support wandten. Bei der Mozilla-Foundation war der Ansturm so groß, dass zeitweise die Server in die Knie gingen.
Übrigens: Pacman bleibt der Netzgemeinde erhalten. "Wegen des großen Interesses" werde das Spiel als fester Bestandteil des Online-Angebots bleiben, so Google-Vizepräsidentin Marissa Mayer
ino
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