Technik

Trend beim Klamotten-Kauf: Per Handy auf Shopping-Tour

Jeder kennt das: Der Kleiderschrank ist zwar voll, zum Anziehen hat man trotzdem nichts. Selbst unter Internet-Nutzern gehen noch zwei von drei zur Abhilfe in den "stationären Handel", vulgo: Kaufhaus oder Klamottenladen. Per Handy oder Tablet kaufen nur wenige. Noch.

Dem Kleiderkauf am Bildschirm steht nach Konsumentenmeinung eine große Zukunft bevor. Wie aus einer repräsentativen Befragung hervorgeht, beziehen derzeit bereits gut ein Drittel aller Internetnutzer Kleidung, Schuhe und Accessoirs per Computer oder Smartphone. In zehn Jahren werden es nach Meinung der Befragten aber deutlich über die Hälfte sein.

Virtuelle Spiegel und "Visual Tagging" auf dem Wunschzettel

Die Online-Handelsplattform ebay, die nach eigenen Angaben in Deutschland in der Kategorie "Fashion" mehr Artikel verkauft, als in anderen Produktgruppen, gab die Studie zur "Zukunft des Handels" bereits zum zweiten Mal in Auftrag. Erstaunlich ist dabei der Hohe Zuwachs, den die Befragten beim Shopping mit Smartphone oder Tablet sehen. Zwar kaufen derzeit nur 4,3 Prozent der Befragten auf diese Weise Mode ein. In zehn Jahren wollen es aber bereits 14,7 Prozent tun. Die Männer, die eigentlich im Vergleich zu Frauen den stationären Handel bevorzugen, kommen hier mit 15,6 Prozent (gegenüber 13,8) auf einen besonders hohen Wert.

Laut Studie, für die das Institut Innofact 1003 Verbraucher befragt hat, stehen technische Trends hoch im Kurs: 45 Prozent der Befragten können sich vorstellen, einen "Virtueller Spiegel" zu benutzen, also die Darstellung von Modeartikeln auf dem Abbild des eigenen Körpers. 36 Prozent finden "Visual Tagging" reizvoll, möchten also mit selbstgeschossenen oder im Netz gefunden Bildern nach Produktangeboten suchen. "Interessant" finden diese Idee 54 Prozent,  sogar 72 Prozent glauben dass dieser Trend noch zunehmen wird.

ebay möchte mit einer "Crowdsourcing"-Aktion bei den Trends im Modehandel mitmischen. Die Kunden können ab morgen zwei Wochen lang darüber abstimmen, welche Artikel aus einer eigens entworfenen Serie des Modedesigners Guido Maria Kretschmer in limitierter Auflage produziert und ab Ende Juni über die Plattform verkauft werden.

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Quelle: n-tv.de

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