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Das HTC One hätte eigentlich schon zum Jahresauftakt in die Läden kommen sollen. Doch die Zulieferer machten Probleme.
Das HTC One hätte eigentlich schon zum Jahresauftakt in die Läden kommen sollen. Doch die Zulieferer machten Probleme.(Foto: REUTERS)

Billiger als empfohlen : Preisverfall bei Edel-Smartphones

Wer ein tolles Handy will, hat die Qual der Wahl: Ob Sonys unverwüstliches Xperia Z, HTCs edles One oder Blackberrys Touchscreen Z10 - alle sind noch nicht sehr lange erhältlich und alle sind seit dem Start schon deutlich günstiger geworden. Dass die unverbindliche Preisempfehlung nicht viel wert ist, zeigt auch Samsungs Galaxy S4, das man derzeit nur vorbestellen kann.

Die letzten Monate des Jahres waren spannend für Smartphone-Interessierte: Nicht nur, dass mit der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, dem Mobile World Congress in Barcelona und der Cebit in Hannover eine Messe die nächste jagte. Abseits der dortigen Neuvorstellungen präsentierten auch noch Samsung und HTC mit viel Tamtam ihre neuen Flaggschiffe. Es herrscht also reger Betrieb auf dem Handymarkt, der hierzulande inzwischen weitgehend ein Smartphonemarkt ist. Gut für die Kunden: Oft sind die unverbindlichen Preisempfehlungen schon wenige Tage nach dem Marktstart überholt. Und auch wer nicht das allerneueste Modell braucht, kann von der Neueinführung profitieren, wie sich etwa im Fall des Samsung S3 zeigt. Der Preisvergleich guenstiger.de hat sich für n-tv.de die Preisentwicklung einiger der aktuellen "Technikwunder" angesehen.

Das Xperia Z soll ein Bad unbeschadet überstehen.
Das Xperia Z soll ein Bad unbeschadet überstehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Das Sony Xperia Z etwa gilt als eines der besten Smartphones auf dem Markt – und als eines der robustesten: das Gerät ist nicht nur bruchsicher, sondern auch staub- und wasserfest. Das Fünf-Zoll-Display löst mit sehr scharfen 1920 x 1080 Pixeln auf. Im Innern taktet ein Quad-Core-Prozessor mit 1,5 Gigahertz, der interne Speicher misst 16 Gigabyte. Zur flotten Datenübertragung dienen LTE, NFC, Bluetooth 4.0 und Wlan. Gab Sony bei der Vorstellung auf der CES noch rund 650 Euro als unverbindliche Preisempfehlung an, rieselte es im Internet bereits in den ersten Verkaufstagen günstigere Offerten. Derzeit verlangt der preiswerteste Onlinehändler 529 Euro und damit 120 Euro weniger.

Preisempfehlung zählt wenig

Mit dem schicken One versucht HTC verlorenen Boden in der Smartphone-Premiumklasse wieder gutzumachen. In puncto Taktung übertrifft das Gerät mit seinem 1,7 Gigahertz Quad-Core-Prozessor sämtliche bisherigen Modelle auf dem Markt. Der Arbeitsspeicher ist mit zwei Gigabyte üppig bemessen und das Display löst in Full-HD auf. Im edlen Aluminium-Design schmiegt sich das 4,7 Zoll große Handy gut in die Hand und ist mit 143 Gramm außerdem besonders leicht. Für Musikfreunde bietet das One zwei integrierte Stereo-Boxen samt Verstärker. Zum Markstart listete HTC sein Flaggschiff mit 680 Euro, im Internet wird es keine zwei Monate nach der Vorstellung ab 571 Euro angeboten.

Schon im August stellte LG sein vielbeachtetes Optimus G vor, doch in Deutschland musste man lange auf das Spitzenmodell warten. Seit März ist eine optimierte Version des Optimus G hierzulande zu haben, offiziell zum Preis von 600 Euro. Mit einer Quad-Core-CPU und 1,5 Gigahertz sowie einer 13 Megapixel-Kamera braucht sich das Smartphone vor den anderen Modellen nicht zu verstecken. Das Gerät unterstützt sämtliche gängigen Übertragungsstandards, darunter auch das schnelle LTE-Netz. Als Betriebssystem dient Googles Android 4.0, das ebenfalls in Full-HD-Qualität wiedergegeben wird. Wer sich für das koreanische High-End-Modell interessiert, bekommt es derzeit schon für rund 440 Euro.  

Günstiger Riese aus China

Im Vergleich zu den bisher genannten Geräten liegt Huaweis Ascend Mate technisch nicht ganz auf Augenhöhe. Doch immerhin arbeitet auch hier ein schneller Vierfachprozessor mit 1,5 Gigahertz. Dazu kommen acht Gigabyte interner Speicher und Android 4.1 als Betriebssystem. LTE wird nicht unterstützt. Bemerkenswert am Ascent Mate ist vor allem seine Größe: Mit seinem 6,1-Zoll-Bildschirm reiht sich das Gerät in die neue "Phablet"-Klasse ein und gilt als derzeit größtes Smartphone der Welt. Leider hält die Auflösung nicht ganz mit dem großen Display mit: Durch die 1280 x 720 Pixel entsteht eine relativ geringe Bildpunktdichte von 240 ppi. Zum Vergleich: Das HTC One erreicht 471 ppi. Die Kamera des Ascend Mate knipst mit akzeptablen acht Megapixeln. Der chinesische Riese wird erst seit einigen Tagen in Deutschland verkauft, offiziell für rund 500 Euro. Einen Preisrutsch hat es in der kurzen Zeit zwar noch nicht gegeben, doch einige Händler unterbieten die unverbindliche Preisempfehlung immerhin um 20 Euro.

Blackberry vielleicht zu teuer

Das Blackberry Z10 spielt seine Stärken als Business-Handy aus.
Das Blackberry Z10 spielt seine Stärken als Business-Handy aus.(Foto: picture alliance / dpa)

Der abgeschlagene Smartphone-Pionier RIM hat sich in Blackberry umbenannt und versucht mit seinem Z10 das lang erwartete Comeback mit Touchdisplay. Viel Energie investierten die Kanadier vor allem in ihr Betriebssystem Blackberry 10, das auf dem Z10 installiert ist. Es taktet ein Dual-Core-Prozessor mit 1,5 Gigahertz und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Auch LTE ist mit an Bord, wodurch das Handy für schnelles Surfen gewappnet ist. Das Display misst handliche 4,2 Zoll und löst mit 768 x 1280 Pixeln auf. Auf der Rückseite befindet sich eine Acht-Megapixel-Kamera. Mit der unverbindlichen Preisempfehlung von rund 630 Euro habe der Hersteller jedoch ein wenig hoch gegriffen, sagen Branchenkenner. Im Online-Handel ist das Modell dann auch deutlich günstiger zu haben, nämlich schon ab rund 500 Euro.  

Samsung: Preisrutsch nach S4-Premiere

Auch bei Samsung wird der Preis nach dem Motto "klotzen, nicht kleckern" festgelegt: 700 Euro ruft der Marktführer für sein neues Spitzenmodell Galaxy S4 auf. Doch schon vor dem Marktstart Ende April kann man das Gerät in der 16-GB-Variante online ab rund 640 Euro vorbestellen. Das S4 ist etwas schlanker und leichter als sein Vorgänger, außerdem hat Samsung bei der CPU und beim Arbeitsspeicher nachgelegt und bietet nun ebenfalls die in der Spitzenklasse übliche Full-HD-Auflösung. Wer darauf verzichten kann und nicht ganz so viel Geld ausgeben will, der sollte sich das Vorgängermodell anschauen: Das S3 ist nicht einmal ein Jahr alt – und derzeit so günstig wie nie: War es noch Anfang des Jahres für rund 430 Euro im Handel, so wird es jetzt für nur noch rund 360 Euro angeboten.

Einen noch größeren Preissturz legte das Galaxy S3 in der LTE-Variante hin. Kostete es zu Beginn des Jahres noch 518 Euro, so wird es inzwischen über 20 Prozent günstiger gehandelt. Bei den günstigsten Anbietern muss man um die 415 Euro bezahlen. Wer viel Speicherplatz braucht, bekommt das S3 in der 64-Gigabyte-Version jetzt für rund 480 Euro – auch das ist 20 Prozent weniger als im Januar.  Auch vom S4 wird es wohl eine abgespeckte Mini-Variante geben. Offiziell ist das noch nicht, doch der Preis des S3 mini hat schon zum Sinkflug angesetzt: Wurden im Januar noch über 270 Euro aufgerufen, so ist der kleine Bruder des S3 heute für rund 225 Euro zu haben.

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Quelle: n-tv.de

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