Technik
1999 telefonierte Naomi Campbell noch im 2G-Netz.
1999 telefonierte Naomi Campbell noch im 2G-Netz.
Sonntag, 16. Juli 2017

Von 1G bis 5G: So hat sich der Mobilfunk entwickelt

Schon bald sollen Smartphones und andere mobile Geräte mit 5G-Geschwindigkeit online gehen, aktuell wird mit 4G gefunkt, das zweite iPhone war mit 3G auf dem neuesten Stand. Eine rasante Entwicklung, die bereits 1958 begann.

Der öffentliche Mobilfunk in Deutschland ist älter als ein halbes Jahrhundert. Inzwischen gibt es etwa alle zehn Jahre eine neue technische Generation, die mit einer Ziffer und dem Buchstaben G bezeichnet wird.

In der Branche werden bislang vier Generationen unterschieden, die fünfte ist in Sichtweite. Die theoretischen Spitzengeschwindigkeiten der jeweiligen Standards werden in der Praxis allerdings selten erreicht, da sich die Nutzer die verfügbare Bandbreite innerhalb einer Funkzelle teilen müssen.

- 1G: Mobiles Telefonieren in der ersten Generation funktionierte noch mit einer analogen Sprachübertragung: A-Netz (1958), B-Netz (1972) und C-Netz (1986). Beim A-Netz mussten die Verbindungen noch per Hand vermittelt werden. Ab dem B-Netz konnten die Teilnehmer selbst wählen. Das C-Netz konnte aktive Funkverbindungen beim Wechsel einer Funkzelle weiterreichen.

- 2G: Digitale Sprachübertragung im D-Netz (1992) mit dem auch international erfolgreichen GSM-Standard. Die Übertragung erfolgt leitungsvermittelt, Bandbreite: 9,6 oder 14,4 Kilobit pro Sekunde (KBit/s). Mit den D-Netzen bekommt die Bundespost erstmals einen privaten Wettbewerber (D2 Mannesmann).

- 2.5G: GPRS (2001), digitale Datenübertragung. Die paketvermittelte Technik erreicht mit der Bündelung von mehreren GSM-Kanälen höhere Bandbreiten, meist bis 55 KBit/s.

- 2.75G: EDGE (2006) - Weiterentwicklung von GSM durch Nutzung eines effizienteren Modulationsverfahrens. Das erste iPhone verwendete EDGE, Bandbreite: meist bis zu 150 KBit/s.

3G: UMTS (2004) - Dieser Mobilfunkstandard ermöglicht durch eine neue Funkzugriffstechnik das gleichzeitige Senden und Empfangen mehrerer Datenströme. Bandbreite: zunächst bis 384 KBit/s.

3.5G: HSPA (2006): Erweiterung von UMTS mit Bandbreiten bis zu 42 MBit/s.

4G: LTE (2010): Dieser Standard setzt auf der UMTS-Infrastruktur auf und wird mitunter auch als 3.9G bezeichnet, dabei wird meist eine Bandbreite bis zu 50 MBit/s (Download) angeboten. Durch eine Bündelung von Frequenzbändern kann sogar eine Geschwindigkeit von theoretisch bis zu 500 Mbit/s im Download erzielt werden (4.5G).

5G: Die fünfte Mobilfunkgeneration wird bis zum Jahr 2020 erwartet. Zurzeit wird in mehreren Ländern an einer solchen 4G-Nachfolgetechnik geforscht. So will Japan zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio mit 5G glänzen.

Quelle: n-tv.de

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