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Zwei Spalten, dazwischen der Zeitstrahl, rechts ein Schiebe-Balken zur Orientierung: So sieht die neue "Chronik" aus.
Zwei Spalten, dazwischen der Zeitstrahl, rechts ein Schiebe-Balken zur Orientierung: So sieht die neue "Chronik" aus.(Foto: dapd)

Chronik verunsichert Facebook-Nutzer: Start-Termin ist ein "Gerücht"

Daten und Inhalte, die die Nutzer bei Facebook veröffentlichen, werden künftig auf einem Zeitstrahl angeordnet. Das hat Firmengründer Mark Zuckerberg schon vor Monaten angekündigt. Nun wird das neue Design nach und nach eingeführt - auch in Deutschland. Der Netzwerk-Riese sieht aber noch Erklärungsbedarf.

Facebook Deutschland hat klargestellt, dass die "Chronik" genannte neue Darstellungsform der Nutzerprofile weltweit eingeführt wird. Diesbezüglich gebe es aber "Unklarheiten", sagte eine Firmensprecherin. Der "Rollout" werde sich "einige Wochen" hinziehen und es gebe keinen festen Termin dafür, auch nicht für die deutschen Nutzer. Das Gerücht, die Chronik komme für alle am 1. Februar, sei falsch.

Sieben-Tage-Frist bleibt

Wenn das jeweilige Nutzerprofil auf die Darstellung "Chronik" umgestellt werde, sei das deutlich am oberen Rand der Facebook Startseite erkennbar. Der Nutzer könne sich die Neuerungen auf einer virtuellen "Tour" erklären lassen. Anschließend habe er sieben Tage Zeit, um zu überprüfen, was auf seiner Chronik zu sehen sein soll – und er hervorheben möchte. Datenschützer hatten diese Frist als deutlich zu kurz kritisiert, Facebook hat aber offenbar nicht darauf reagiert.

Bevor andere Besucher der Facebook-Seite die Chronik zu sehen bekomme, hätte jeder die Möglichkeit, Inhalte hervorzuheben oder zu verbergen, so Facebook.  Die Sprecherin unterstrich, bereits gelöschte Beiträge tauchten in der Chronik nicht wieder auf. Es würden keine Informationen sichtbar, die vorher nicht bereits sichtbar gewesen seien.

Wer seine alten Beiträge nicht überprüfen wolle, könne auch ganz einfach das Publikum für alle alten Beiträge in seinen Privatsphäre-Einstellungen beschränken. Auch wenn die Chronik nach sieben Tagen freigeschaltet werde, habe man weiterhin die Möglichkeit Beiträge hinzuzufügen oder auch zu löschen.

Experten weisen allerdings immer wieder darauf hin, dass Inhalte, die auch nur für kurze Zeit im Netz zugänglich waren - und sei es für einen eingeschränkten Nutzerkreis - ein unerwünschtes Eigenleben entwickeln und nur sehr schwer aus dem Netz entfernt werden können.

Quelle: n-tv.de

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