Dienstag, 28. Juli 2009
Zertifizierter Datenschutz: StudiVZ ganz strebsam
Das Online-Netzwerk StudiVZ will sich beim Datenschutz mit mehreren Zertifikaten und einer Kampagne profilieren. Man strebe Gütesiegel des Landesdatenschutzzentrums Schleswig-Holstein und des TÜV Süd an, sagte Firmenchef Markus Berger-de León in Berlin: "Wir nehmen das Thema wichtig und lassen uns das von außerhalb bestätigen." Die Zertifikate bestätigen, dass Anbieter technische und rechtliche Fragen des Datenschutzes einhalten. Zudem kündigte StudiVZ an, den Kurznachrichtendienst Twitter in die Plattform zu integrieren.
Versprochen ist versprochen
Im Rahmen der Kampagne "Deine Daten gehören Dir" fasst das Tochterunternehmen der Holtzbrinck-Gruppe seine bereits gültigen Bestimmungen in einem "Sicherheitsversprechen" zusammen. Die Zusagen entsprechen im wesentlichen den Forderungen von Datenschützern nach informationeller Selbstbestimmung. Das Unternehmen forderte seine Konkurrenten auf, ebenfalls diese Standards einzuhalten. StudiVZ und die Schwesterportale SchülerVZ und MeinVZ sind mit 14,7 Millionen Mitgliedern Marktführer bei Online-Netzwerken in Deutschland.
StudiVZ stand in der Vergangenheit häufiger wegen seines Umgangs mit den Nutzerdaten in der Kritik. Nach einer Abmahnung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Geschäftsbedingungen überarbeitet. Vor einigen Tagen nahmen die Verbraucherschützer einige Konkurrenten von StudiVZ wegen Datenschutzmängeln ins Visier, darunter Facebook, Xing und Lokalisten.
Twitter an Bord
StudiVZ kündigte außerdem technische Neuerungen an. Nutzer können ihre als "Buschfunk" bezeichneten Statusmeldungen per Handy und über den Kurznachrichtendienst Twitter aktualisieren. Umgekehrt lassen sich auch Meldungen aus StudiVZ in den populären Internet-Dienst einspeisen. Für den Versand der SMS fallen Gebühren an, deren Höhe vom Mobilfunk-Anbieter abhängt. Bald sollen Nutzer sich außerdem per Kurznachricht über Neuigkeiten in ihrem Netzwerk informieren können, sagte Firmenchef Berger-de León der Deutschen Presse-Agentur dpa. Den Starttermin nannte er nicht.
dpa
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