Technik

Wurm ist älter als gedacht: Stuxnet griff schon 2007 an

Der Sabotage-Wurm Stuxnet war wohl schon zwei Jahre früher als bisher bekannt im Einsatz. Die nun entdeckte Version von 2007 griff die iranischen Uran-Zentrifugen auf eine andere Weise an als ihre Nachfolger.

Ausschnitte aus dem Code von Flame. Der Wurm ist ein "entfernter Verwandter" von Stuxnet.
Ausschnitte aus dem Code von Flame. Der Wurm ist ein "entfernter Verwandter" von Stuxnet.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Stuxnet-Wurm, der das iranische Atomprogramm sabotieren sollte, ist nach neuen Erkenntnissen von Experten deutlich älter als gedacht. Der Sicherheitsanbieter Symantec hat jetzt eine Stuxnet-Variante entdeckt, die offenbar schon im Jahr 2007 in Umlauf gebracht wurde. Ein Server zur Kontrolle des Programms sei sogar schon 2005 geschaffen worden, heißt es in dem Bericht. Die bisher bekannten ältesten Stuxnet-Varianten stammten aus dem Jahr 2009.

Nach Einschätzung von Experten und Informationen aus Sicherheitskreisen wurde Stuxnet von US-amerikanischen und israelischen Geheimdiensten programmiert. Ziel des außergewöhnlich aufwendigen Schadprogramms war es, Zentrifugen zur Uran-Anreicherung zu sabotieren. Ob schon die erste Version erfolgreich war, ist Symantec zufolge aber unklar. Der Wurm sorgte für viel Aufsehen, weil er bewies, dass Industrie-Anlagen Ziel von Cyber-Attacken werden können. Stuxnet dürfte das iranischen Atomprogramm deutlich zurückgeworfen haben.

Die nun entdeckte ältere Version störte die Zentrifugen auf andere Weise als die bisher bekannten Varianten, berichtete Symantec. Sie brachte Ventilsteuerung durcheinander, während spätere Versionen bei die Geschwindigkeit der Zentrifugen manipulierten. Damit sei auch das "fehlende Glied" gefunden worden, das bisher rätselhafte Reste von Software-Code in Stuxnet erklärte, schrieben die Symantec-Experten.

Quelle: n-tv.de

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