Technik
Viel Kraft unter der Haube: Die Geforce Titan.
Viel Kraft unter der Haube: Die Geforce Titan.(Foto: nvidia.com / Screenshot n-tv.de)

"Der erste Gaming-Supercomputer": "Titan" übertaktet Monitor

Von Roland Peters

Nvidia kleckert nicht, sondern klotzt. Nach dem Handheld "Project Shield" stellt das US-Unternehmen jetzt die "Geforce Titan" vor. Die Grafikkarte übertaktet mit ihrem weltgrößten Grafikchip nicht nur sich selbst, sondern sogar angeschlossene Monitore. Ergebnis sei "der erste Gaming-Supercomputer", tönt Nvidia.

Der schnellste Supercomputer der Welt heißt "Titan" – und die Grafikkarte mit dem größten Grafikchip ebenfalls. Nvidia hat offiziell die Details zu seiner neuen Speerspitze bekannt gegeben. Die GPU auf Basis des GK110-Chips besitzt demnach 2688 Rechenwerke, die in 14 Modulen zu je 192 Kernen zusammengeschaltet sind.

Besonders ist unter anderem die "Kepler"-Architektur, mit der die GPU dynamisch zum Teil ihre eigene die Rechenleistung verteilen kann. Dadurch wird der Hauptprozessor, also die CPU des Computers, entlastet, der als Folge weniger Steuerungsaufgaben übernehmen muss. Die Karte arbeitet mit DirectX 11.1 und kann im mehrfachen SLI-Modus betrieben werden. Als Beispiel nannte das US-Unternehmen den Rechneraufbau mit drei Titan-Exemplaren gleichzeitig, mit denen der Shooter Crysis 3 auf drei Monitoren mit einer Auflösung von 5760 mal 1080 Pixel ruckelfrei spielbar sei.

Taktung je nach Temperatur

Nvidias "Project Shield" soll die Kraft der Grafikkarten auf den Fernsehschirm bringen.
Nvidias "Project Shield" soll die Kraft der Grafikkarten auf den Fernsehschirm bringen.

Die GPU taktet sich in gewissem Rahmen selbst, wie auch andere Nvidia-Chips. Neu ist jedoch, dass die Temperatur neben Takt und Spannung konstant gemessen und die Mhz-Zahl dementsprechend variabel zwischen 837 und 876 angesetzt wird.

Die Karte kann Flachbildschirme, die mehr als die angegebenen 60 Hz Bildwiederholungsrate vertragen, entsprechend mit Bildern versorgen. Wenn etwa der Rechner entgegen der Spezifikation 80 statt 60 Bilder pro Sekunde produzieren kann, liefert er auch bis zu 80 an den Monitor weiter, die dieser dann anzeigt. Die Anzeige ist also "hochgetaktet".

Neben Nvidia selbst sollen auch Asus, EVGA, Gainward, Gigabyte und Zotac die GPU für eigene Modelle verwenden. Das Referenzdesign hat zwei DVI- Anschlüsse, einen HDMI- sowie einen großen Displayport. Die Karte kann maximal an vier Monitore zeitgleich Bilder liefern.

Spitzenleistung, Spitzenpreis

Nicht nur die Spezifikationen der Titan sind oberste Kategorie, auch der Preis: Die unverbindliche Preisempfehlung für die Nvidia Titan beträgt 900 Euro netto, also inklusive Mehrwertsteuer 1071 Euro im Verkauf. Ab 25. Februar soll die Karte in den Handel kommen, mit einer Erstauflage 10.000 Exemplaren, heißt es. Allerdings sei die Auflage nicht limitiert, so Nvidia.

Mindestens 600 Watt sollte das Netzteil des Rechners haben, um die Titan mit ausreichend Strom versorgen zu können. "Der erste Gaming-Supercomputer" sei ein mit der Karte ausgerüsteter PC, so prahlt Nvidia. Die Titan soll auch mit "Project Shield" kompatibel sein, also dem hauseigenen Handheld mit Set-Top-Box-Funktionen, der Spiele auch vom Rechner auf den Fernseher streamt. Mitte des Jahres soll die kleine Konsole in den Handel kommen.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen