Mittwoch, 03. März 2010
"Hauptstadt der Glasfaser": Topeka heißt jetzt Google
Die Hauptstadt des US-Bundesstaates Kansas hat sich vorübergehend umbenannt und sich für den März den Namen des Internet-Konzerns Google gegeben. Topeka werde sich für die kommenden Wochen in "Google, Kansas - Hauptstadt der Glasfaser" umtaufen, um dadurch ihrer Bewerbung zur Teilnahme an einem Versuchsprojekt des Onlineriesen für schnelle Internetleitungen Nachdruck zu verleihen, erklärte Bürgermeister William W. Bunten. Auf der Internet-Seite der Stadt finden Besucher schon jetzt die bunten Buchstaben aus dem Schriftzug von Google anstelle des bisherigen Namens der Stadt. In einer höchstoffiziellen Proklamation zählt Bürgermeister Bunten Googles Vorzüge auf.
Wiederholungstat
Googles Bürgermeister Bunten.
(Foto: City Government of Topeka)
Die Idee mit Umbenennung ist nicht ganz neu: Topeka war die erste US-Stadt, in der das Spiel Pokémon eingeführt wurde. Am 27. August 1998 schwebten hunderte Pokémon-Figuren an Fallschirmen auf den Ort herab. Aus diesem Anlass nannte sich Topeka vorübergehend Topikachu.
Aus reinem Spaß lässt sich Topeka nicht auf solche Aktionen ein. Denn obwohl der Ort Hauptstadt eines US-Bundesstaates ist, hat er nur rund 120.000 Einwohner. 12,4 Prozent von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Von einer blühenden Metropole kann bei Topeka also nicht gerade die Rede sein.
Ein Gigabyte pro Sekunde
Google hatte vergangenen Monat seine Pläne für ein Versuchsprojekt mit Hochgeschwindigkeits-Internetleitungen in einer Reihe von US-Kommunen angekündigt. Die Leitungen sollen 100 mal schneller sein als die heute üblichen. Ziel sind laut Google Verbindungen mit Übertragungsraten von einem Gigabyte pro Sekunde - auf diese Weise könnten 250 Musikstücke in nur einer Sekunde aus dem Internet auf den Computer heruntergeladen werden. Interessierte US-Kommunen können sich noch bis zum 26. März bewerben. Die Gewinner sollen in einigen Monaten bekanntgegeben werden.
kwe/AFP
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