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Dieser Beitrag hat auf Vodafone-Facebook-Seite einen Shitstorm ausgelöst.
Dieser Beitrag hat auf Vodafone-Facebook-Seite einen Shitstorm ausgelöst.(Foto: Screenshot)

Über 100.000 gefällt das: Vodafone kämpft gegen Shitstorm

Eine enttäuschte Kundin, die sich von Vodafone über den Tisch gezogen fühlt, löst auf der Facebook-Seite des Unternehmens einen sogenannten "Shitstorm" aus. Über 100.000 Nutzer klicken "Gefällt mir" unter ihrer Beschwerde auf der Vodafone-Pinnwand.

Berechtigt oder nicht: Mobilfunk-Anbieter Vodafone hat in Sachen Kundenbetreuung und Service keinen allzu guten Ruf. So ist es vielleicht zu erklären, dass der Eintrag einer genervten Kundin für das Unternehmen zum PR-Desaster wurde. Mehr als 100.000 Nutzer haben unter ihrem Beitrag "Gefällt mir" angeklickt, Tausende Kommentare verfasst.

Die junge Frau klagt, Vodafone habe ihr für einen Smartphone-Vertrag, den sie für ihre Mutter abgeschlossen habe,  horrende Rechnungen geschickt, obwohl das Telefon praktisch nicht genutzt worden, größtenteils sogar ausgeschalten gewesen sei. Insgesamt sollte die Kundin für zwei Monate 430 Euro bezahlen. Ihre Versuche, beim Kundenservice einen Einzelverbindungsnachweis zu bekommen, seien gescheitert, schreibt sie. Vodafone habe ihr stattdessen "entgegenkommend" eine Gutschrift von 250 Euro angeboten. Ihr Kommentar: "HALLO?! Gehts noch? Ich zahl doch keinen Restbetrag für etwas, dass noch nicht mal auf meinem Mist gewachsen ist!! Im übrigen finde ich, dass es allgemein eine Sauerei ist, wie VF mit seinen Kunden umgeht."

Viele schildern ähnliche Erlebnisse

Bis zum 2. August um 13,15 Uhr klickten 102.052 Nutzer "Gefällt mir" an. Über 10.000 Kommentare stehen unter dem Post, wobei die überwältigende Mehrheit zustimmt. Viele berichten von ähnlichen Problemen. Und wie auf Facebook schon üblich, fehlen auch wüste Beschimpfungen nicht. Solche massenweise Kritik, die sich im Internet wie ein Lauffeuer verbreitet, nennt man "Shitstorm".

Vodafone hat zwar reagiert und bat die Kundin, sich über das Kontaktformular mit ihrem Klarnamen zu melden. Aber erst eine Woche nachdem die Kritik gepostet wurde, veröffentlichte Pressesprecher Christian Rapp eine Stellungnahme auf der Vodafone-Pinnwand. "Die Details zu der Beschwerde von Anni Roc werden wir mit ihr gern persönlich besprechen – heute Morgen hat sie sich bei uns gemeldet. Dass wir in den vergangenen beiden Tagen zunächst einmal Posts mit der Bitte veröffentlicht haben, das Kontaktformular zu nutzen, mag für einige stark nach Standard klingen. Aber die darin enthaltenen Schritte und Informationen stellen einfach sicher, dass wir alle Informationen haben, um einen Fall unkompliziert, direkt und schnell zu bearbeiten. Genau das tun unsere Kollegen im Moment für Anni Roc", schreibt er.

Die Kundin, die inzwischen ihren Klarnamen nutzt, hat noch nicht geschrieben, dass die Angelegenheit zu ihrer Zufriedenheit geregelt wurde. Und so tobt der Shitstorm über Vodafone vorerst unvermindert heftig weiter.

Quelle: n-tv.de

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