Technik
Der Walabot DIY gibt Heimwerkern den Durchblick.
Der Walabot DIY gibt Heimwerkern den Durchblick.(Foto: kwe)

Heimwerkerhilfe mit Röntgenblick: Walabot DIY kann durch Wände sehen

Von Johannes Wallat

Der Walabot DIY ist ein Balkensucher mit Röntgenblick. Der kleine schwarze Kasten spürt Kabel, Metall, Holz und andere Gegenstände in Wänden auf und sendet Live-Bilder aufs Smartphone. Ein genialer Gehilfe für jeden Heimwerker.

Wer in den eigenen vier Wänden gerne Löcher bohrt, Nägel klopft und Bilder, Hängeschränke oder Regale anbringen möchte, sollte besser wissen, was sich hinter Putz und Tapete befindet. Metallstreben oder Betonpfeiler, Kabel, Holzbalken oder Rohre sind für den Heimwerker meistens unsichtbar, und das kann böse Überraschungen zur Folge haben. Wäre es da nicht praktisch, einen Röntgenblick zu haben? Der Walabot DIY erfüllt diesen Wunsch und ist dabei spielend einfach zu bedienen.

Die einfachste Antwort auf die Frage, was der Walabot kann, lautet: Er schaut durch Wände. Das ist zwar vereinfacht ausgedrückt, denn tiefer als rund zehn Zentimeter kann der Walabot nicht schauen, kommt seiner Funktion aber sehr nah. Denn mit dem rechteckigen schwarzen Kasten, der ungefähr die Seitenlängen eines großen Smartphones hat und nicht viel dicker ist, können Heimwerker und Hobbybastler sehen, was ihnen sonst verborgen bleibt.

Einfache Bedienung

Der Walabot DIY wird per USB-OTG mit dem Smartphone verbunden.
Der Walabot DIY wird per USB-OTG mit dem Smartphone verbunden.(Foto: jwa)

Dafür brauchen sie nicht mehr als die App, die es bisher nur für Android-Geräte gibt, und ein USB-OTG-fähiges Smartphone, das mit USB-Sticks, Kartenlesern und anderen Peripheriegeräten wie dem Walabot als Host kommunizieren kann. Über das beiliegende Verbindungskabel wird der Walabot mit dem Smartphone verbunden, ein Magnet hält ihn sicher am Handy-Rücken, auch bei einhändiger Bedienung.

Die App selbst ist weitgehend selbsterklärend, es gibt vier Anzeigemodi, die dabei helfen, Gegenstände in der Wand zu entdecken. Vor dem Start steht aber die Kalibrierung an: Jede neue Wand muss der Walabot erst im Normalzustand kennenlernen, indem man ihn in großen Schleifen über ein Stück der Wand fahren lässt. Keine Sorge: Im Test ging das auch bei glatt verputzten Wänden, ohne dass Schleifspuren zurückblieben. Trotzdem sollte man das vorsichtig und an einer unauffälligen Stelle testen. Nach der Kalibrierung erkennt der Walabot dann Unregelmäßigkeiten in der Wand, die dem Auge verborgen bleiben - dazu gehören auch Bewegungen von ungebetenen Gästen, zum Beispiel Ratten, Mäusen oder Wespen, die sich hinter einer Wand häuslich eingerichtet haben.

Blick in die Tiefe

Das funktioniert besonders gut bei Beton- und Trockenbauwänden aus Gipskarton, die eine gleichmäßige Struktur haben, aber auch bei Wänden mit der in Deutschland beliebten Raufasertapete. In der App können die Wandtypen ausgewählt werden, außerdem regelt ein Schieberegler die Empfindlichkeit des Sensors. Je nach Darstellungsmodus werden Gegenstände unterschiedlich angezeigt: entweder in Form einer Heatmap (Raw Data) oder grafisch und farblich nach Kategorien aufbereitet (Images). Sehr nützliches Extra: Eine Skala am rechten Bildrand zeigt an, wie tief in der Wand sich das Objekt befindet.

Praktisch: Mit der Maps-Option können Wände gescannt werden, nach und nach entsteht auf dem Display ein Abbild der Wand mit allen verborgenen Elementen. Der Snapshot-Modus erstellt einen Screenshot des aktuellen Display-Inhalts, der dann mit anderen geteilt werden kann. Im Raw-Modus können Nutzer per Schieberegler die Empfindlichkeit des Sensors anpassen, das hilft dabei, ein klares Bild zu bekommen, auf dem weder zu viele und noch zu wenige Informationen gezeigt werden. Um die Intensität richtig einzustellen, hilft es, den Walabot über eine Stelle zu führen, hinter der ein Kabel oder ein anderer Gegenstand liegt, zum Beispiel in die Nähe eines Lichtschalters.

Ganz fertig ist Walabot DIY noch nicht, so gibt es zum Beispiel bisher keine deutschsprachigen Inhalte in der App. Auch das sogenannte Workshop-Angebot auf der Website des Herstellers mit kurzen Erklär-Videos wird noch ausgebaut. Trotzdem kann man das Gerät jetzt schon gut nutzen. Als kleiner Anreiz bietet der Hersteller den Walabot DIY aktuell für rund 100 Euro an, die reguläre Preisempfehlung liegt bei 200 Euro - inklusive 14 Tage Geld-zurück-Garantie.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen