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Online-Speicher im Test: Welche Foto-Cloud ist die beste?

Viele Hobby-Fotografen und Handy-Knipser legen ihre Bilder im Internet in der Cloud ab. Aber welche Foto-Dienste sind empfehlenswert und wo stimmt die Leistung nicht? n-tv und Stiftung Warentest schauen sich beliebte Foto-Cloud genauer an.

Wer gerne und viel fotografiert, steht bald vor der Frage, wo er seine Fotos am besten speichert. Aufnahmen vom Smartphone sind für gewöhnlich ein paar Megabyte (MB) groß, Spiegelreflexkameras beanspruchen oft ein bisschen mehr Speicherplatz, und wenn man im verlustfreien Rohformat fotografiert, kann ein einziges Bild schnell 15 bis 25 MB groß sein. Da braucht man ausreichend Speicherplatz, denn schnell belegt eine Fotosammlung viele Gigabytes (GB) an Speicherplatz. Wie ordnet man seine Bilder am besten? Und wo legt man sie sicher ab? Ein Online-Speicher ist eine Möglichkeit. Stiftung Warentest hat Foto-Clouds getestet.    

Der Vorteil von Speichermöglichkeiten in der Cloud liegt auf der Hand: Die Fotos sind sicher abgelegt, man kann von überall aus auf sie zugreifen, sie sind nicht auf einem physischen Datenträger gespeichert, der kaputtgehen könnte - und Online-Speicher ist inzwischen richtig günstig. Bei Fotosammlungen kommen aber noch mehr Aspekte ins Spiel: Man will seine Bilder schließlich auch vorzeigen, sie Freunden und Bekannten präsentieren.

Sieben im Test, nur zwei sind gut

Foto-Clouds im Internet sind speziell auf diese Bedürfnisse zugeschnitten, wie Danielle Leven von der Stiftung Warentest erklärt: "Da kann man eben Alben erstellen, Fotos teilen mit anderen, veröffentlichen und im günstigsten Fall auch bearbeiten." Im Test hat die Stiftung sieben Foto-Clouds auf den Zahn gefühlt. Nur zwei schnitten gut ab, drei Cloud-Dienste bekamen immerhin eine befriedigende Wertung, einer erhielt die Note "ausreichend".

Um eine Foto-Cloud nutzen zu können, muss man sich zunächst bei einem der Anbieter registrieren und sich dann auf seinen Geräten beim entsprechenden Dienst anmelden. Sind Handy, PC oder Tablet online, werden alle Fotos automatisch synchronisiert und im Netz vereint. Das ist extrem praktisch und ersetzt den manuellen Abgleich der Aufnahmen, den man schnell mal vergisst. Manche moderne Spiegelreflexkameras sind mit WLAN ausgestattet, sodass bei diesen Modellen der Bilderupload direkt von der Kamera aus angestoßen werden kann.    

Bei der Wahl des Anbieters ist zuerst einmal wichtig, wie groß der Speicherplatz ist, der Nutzern zur Verfügung steht. Dienste wie Flickr sind großzügig, sie bieten ihren Nutzern 1 Terabyte kostenlosen Speicherplatz. Doch nicht alle bieten derart viel, manche stellen auch nur im ersten Jahr kostenlosen Platz zur Verfügung. Wer danach beim Dienst bleiben will, muss zahlen.

Kostenlos nur zu Beginn? 

Zum Beispiel bei Cewe: Der Dienst gewährt nur im ersten Jahr 10 Gigabyte gratis - rund ein Zehntel des Flickr-Angebots. Danach verlangt Cewe jährlich 5,99 Euro. Wer mit seinem Gratisvolumen nicht auskommt, kann Speicherplatz dazubuchen. 100 Gigabyte kosten je nach Cloud 20 bis 90 Euro pro Jahr. Der Haken bei Flickr: Man braucht ein E-Mail-Konto bei Yahoo.   

Google-Nutzer können auf Google Fotos zurückgreifen. Der Dienst bietet einen unbegrenzten Speicherplatz an, solange man die Standardeinstellung in Google wählt, nämlich hochauflösende Fotos. Wer Fotos in Originalgröße hochladen will, zum Beispiel Rohdateien, hat nur 15 Gigabyte zur Verfügung.

Wer seine Bilder teilen möchte, ist bei Google, Flickr oder One Drive von Microsoft gut aufgehoben. Andere Dienste sind ein bisschen eingeschränkt, Bilder teilen geht dann nur vom PC aus. Bei manchen ist es noch komplizierter, erklärt Leven von Stiftung Warentest. "Da muss man sich dann ein einzelnes Bild erst aus der Cloud herunterladen und kann es dann erst teilen."

Komfort ist das eine, Datenschutz das andere. Wer Foto-Clouds nutzt, muss sich im Klaren sein, dass die Anbieter nicht nur die Fotos archivieren. Das Problem dabei ist: Die Datennutzung durch die Anbieter ist oft vollkommen undurchschaubar und das Aufzeichnen des Nutzerverhaltens durch diverse Webprotokolle und Protokollierungsdienste durchaus üblich. Keiner der Anbieter lässt sich auf eine Sicherheitsgarantie ein. Beim Datenschutz liegen GMX, Web.de, Microsoft und Apple vorne. Wirklich überzeugen kann keine Foto-Cloud in allen Bereichen. Gute Noten bekamen im Test der Stiftung Warentest nur der Erstplatzierte Flickr und Google Fotos, das den zweiten Platz belegt.  

Quelle: n-tv.de

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