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(Foto: n-tv.de)

Was man über Whatsapp wissen sollte: iCloud-Backups nicht verschlüsselt

Eine Webseite warnt iOS-Nutzer, dass Whatsapp-Backups in der iCloud nicht verschlüsselt gespeichert werden und theoretisch leicht auslesbar sind. Gut zu wissen - mehr aber auch nicht, oder?

Whatsapp ist der weltweit mit Abstand meistgenutzte Messenger-Dienst. Täglich verschicken seine Nutzer elf Milliarden Nachrichten und teilen 325 Millionen Fotos. Auch in Deutschland haben rund 20 Millionen Menschen die Apps für iOS, Android, Windows Phone, Nokia S60 oder Blackberry installiert. Daran ändern auch Nachrichten über mangelnde Verschlüsselung und Kritik von Datenschützern wenig. Manchmal ist dies etwas zu blauäugig. Beispielsweise sollte man sich schon Gedanken darüber machen, dass die Apps komplette Adressbücher zum Abgleich an die US-Server des Unternehmens schicken. Was die Chats betrifft, ist die Aufregung dagegen eher unbegründet. Man darf nur nicht vergessen, dass vertrauliche Daten oder gar Firmengeheimnisse nichts in Whatsapp-Konversationen zu suchen haben.

So betrachtet ist auch die jüngste Meldung von "Heise" kein Grund, den Messenger nicht mehr zu nutzen, aber nochmal zu überlegen, wie man ihn nutzt. Die Redakteure der Webseite haben festgestellt, dass man vorsichtig sein sollte, wenn man auf iPhones vom Chat-Verlauf ein Backup in Apples iCloud speichern lässt. Sie nahmen die Sicherungsdateien über einen Entwicklerzugang unter die Lupe und konnten Nachrichten im Klartext mit Datum und Telefonnummer auslesen.

Bei Android- und Windows-Phone-Geräten speichert Whatsapp die Backups auf dem Smartphone. Man kann die Backup-Dateien auch exportieren. Unter iOS ist dies dagegen nicht möglich. Allerdings ist das iCloud-Backup grundsätzlich deaktiviert und Nutzer müssen es in der App unter "Einstellungen" - "Chat-Einstellungen" - "Chat Backup" erst einschalten. "Heise" kritisiert aber zu Recht, dass Whatsapp zwar deutlich anzeigt, dass die Daten auf Apples Servern gesichert werden, aber versäumt, darauf hinzuweisen, dass dies unverschlüsselt geschieht.

Quelle: n-tv.de

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