Technik
(Foto: kwe)
Samstag, 07. Oktober 2017

Sechs Geräte im Test: Wie gut sind Handys unter 200 Euro?

Man muss keine 800 Euro ausgeben, um ein vernünftiges Smartphone zu kaufen. Auch Geräte zwischen 150 und 200 Euro sind heutzutage mehr als brauchbar, wie ein Test von sechs Geräten zeigt.

Man kann für das neue Smartphone ein Vermögen ausgeben. Oder die Vernunft siegt - und man greift zum günstigeren Modell. Diese Vernunftentscheidung geht meist nicht einmal mit sonderlich großen Komforteinbußen einher. Gute Smartphones gibt es schon für unter 200 Euro. Auf die neuesten technischen Feinheiten und einige Funktionen muss man dann allerdings verzichten, berichtet die Fachzeitschrift "c't" (Ausgabe 21/2017). Auf dem Prüfstand der Experten: Android-Smartphones zwischen 150 und 200 Euro, nämlich das Gigaset GS170, Honor 6A, Huawei Y6 Pro 2017, Motorola Moto G5, Nokia 5 und Samsung Galaxy J3 (2017).

Günstig, aber schick

Einen positiven Eindruck hinterlassen Design, Gehäuse, Verarbeitung und Display. Billig wirkten die Geräte keinesfalls, schreibt "c't" und sie sähen schick aus. In der Regel bekommen Käufer fünf Zoll Bildschirmdiagonale und HD-Auflösung (1280 zu 720 Pixel), das Moto G5 hat als einziges Testgerät ein Full-HD-Display. Insgesamt sei die Qualität der Bildschirme durch die Bank erstaunlich hoch, so die Tester.

Was die Leistung betrifft, sei hier in Benchmark-Tests zwar ein großer Abstand zur Mittelklasse erkennbar, schreibt "c't". Im Android-Alltag falle der Unterschied jedoch kaum auf. Sichtbare Abstriche muss man hingegen bei den Kameras machen. Tageslichtbilder gelängen meist gut, so die Experten. In schwierigen Situationen schwächelten die 13-Megapixel-Kameras der Testgeräte aber. Bei wenig Licht oder Innenraumfotos müssten Fotografen mit verrauschten Bildern rechnen.

Knapper Speicher, selten Updates

Weitere Einschränkungen sind etwa ein fehlender Fingerabdrucksensor, leicht verzögert reagierende Touchscreens oder ein fehlender Helligkeitsregler für das Display. Auch in Sachen Anschlüsse muss man Abstriche machen. Den verdrehsicheren USB-C-Stecker gibt es meist ebenso wenig wie Dualband-WLAN oder alle LTE-Funkbänder. Auch der Speicher ist mit meist 16 Gigabyte knapp bemessen - per microSD-Karte kann man aber mehr Platz für Fotos, Videos und Musik schaffen.

In Sachen Updates gibt es in dieser Preisklasse viel Schatten und wenig Licht. Bei so günstigen Geräten wartet man meist lange auf Sicherheits- oder Funktionsupdates - oft auch vergebens. Ebenso ist nicht mit langfristiger Updateversorgung zu rechnen. Eine große Ausnahme ist da Nokia.

Unterm Strich haben den Testern vor allem das Motorola Moto G5 wegen seines Full-HD-Displays, eines wechselbaren Akkus und eines vorhandenen Fingerabdruckscanners gut gefallen.  Wer ein aktuelles Android, relativ schnelle Updates auch in ein, zwei Jahren, liegt mit dem Nokia 5 besser, das "c't" als "ebenfalls sehr solide" bezeichnet.

Quelle: n-tv.de

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