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Datenvolumen aufgebraucht? Wer jetzt nicht schleichen will, muss nachbuchen - oder vorsorgen.
Datenvolumen aufgebraucht? Wer jetzt nicht schleichen will, muss nachbuchen - oder vorsorgen.(Foto: jwa)

Drosselung vermeiden: Wie viel Datenvolumen braucht man?

Die letzten Tage im Monat sind für viele Smartphone-Nutzer eine Qual. Das Monatsvolumen ist aufgebraucht, im Netz geht es nur noch im Schneckentempo voran. Aber wie viel monatliches Datenvolumen braucht man eigentlich?

Sind 500 Megabyte im Monat genug? Oder doch auf Nummer sicher gehen und das große Paket mit 3 Gigabyte buchen? Jeder nutzt sein Smartphone anders und sollte sein monatliches Datenpaket darauf abstimmen. Sonst wird gegen Monatsende gedrosselt.

Die meisten Mobilfunkverträge kennen zwar keine Obergrenze für den Verbrauch, nach deren Erreichen das Internet ganz abgestellt wird. Doch wer im Schneckentempo durchs Netz kriecht, fühlt sich ebenfalls so, als sei er von der mobilen Welt abgeschnitten. Wer einen Mobilfunkvertrag abschließt, sollte daher zunächst abschätzen, wie hoch der monatliche Datenverbrauch ausfällt. Das Telekommunikationsportal "Teltarif.de" teilt Nutzer dazu grob in fünf Typen ein.

Fünf Nutzertypen

Wenignutzer: Ein paar Telefongespräche und einige SMS, die nicht das mobile Datenvolumen belasten. Gelegentlich werden E-Mails gelesen und ein paar mobile Websites aufgerufen. 200 bis 300 Megabyte im Monat sollten für diesen Nutzertyp ausreichen.

Messenger-Fans: Die Bildschirmtastatur glüht, ständig sausen Nachrichten, Bilder und kurze Videos durch diverse Messenger-Apps? Da ist etwas mehr Datenvolumen nötig. Reine Textnachrichten belasten die Daten-Flatrate kaum, Bilder, Videos und Audio- und Sprachnachrichten schon eher. Die meisten Messenger komprimieren gesendete Dateien zwar stark, trotzdem schmelzen die Megabytes bei leidenschaftlichen WhatsAppern oft schnell dahin.

Datentelefonierer: Viele Chats, Fotos, Nachrichten im Netz und Telefongespräche über Messenger-Apps wie WhatsApp, Facetime, Signal oder Skype. Hier sollte es mindestens 1 Gigabyte (GB) im Monat sein. Zwar bieten manche Apps eine zusätzliche Komprimierung bei Sprachanrufen an, trotzdem: Im Schnitt verbraucht eine Minute Telefonieren über die App rund 1 Megabyte Daten.

Musik- und Videostreamer: Unterwegs Musik streamen oder Videos bei Youtube anschauen? Das treibt den monatlichen Datenumsatz steil nach oben. Wer Spotify, Deezer, Apple Music und Co. regelmäßig über die mobile Datenverbindung nutzt, braucht dafür 2 bis 3 GB und mehr. Bei Streaming-Apps kann man aber den Datenhunger beschränken, indem man in den Einstellungen die Übertragungsqualität herunterregelt. Dann klingt die Musik zwar nicht ganz so gut, aber dafür spart man ordentlich Megabytes. Und wer Musik zum Offline-Hören speichert, belastet sein Datenvolumen gar nicht.

Vielnutzer: Unterwegs ständig Online? Alles geht über das Smartphone? Dann ist nicht nur ein Extra-Akkupack Pflicht, sondern auch eine Datenflatrate mit viel Reserven. Wenn Mails, Anrufe, Chats, Musik und Videos übers Smartphone laufen, kommen eigentlich nur die großen Datenpakete der Anbieter mit 5 und mehr Gigabyte in Frage.

Automatische Nachbuchung?

Reicht das gebuchte Volumen nicht aus, droht aus zwei Richtungen Ärger: Ist die Verbindung einmal auf 64 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) gedrosselt, braucht man viel Geduld für Fotoversand oder geteilte Standorte per Messenger. Musikstreaming ist dann praktisch nicht mehr möglich, und auch die Websuche von unterwegs wird zur Qual.

Je nach Tarif kann ein Aufbrauchen des gebuchten Volumens außerdem zu ärgerlichen Mehrkosten führen, wenn eine Datenautomatik gebucht ist. Dann gibt es automatisch kleine Datenpakete zu verhältnismäßig hohen Kosten hinzu, und es ist nicht unüblich, dass die Mobilfunkanbieter diese Automatik standardmäßig aktiviert haben. Auch deswegen lohnt es sich, das Monatspaket mit etwas Spielraum zu buchen. In jedem Fall sollten Nutzer ihre Vertragskonditionen kennen und sich im Zweifel beim Provider erkundigen, was passiert, wenn das Inklusivvolumen aufgebraucht ist.

Quelle: n-tv.de

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