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Bei vielen Windows-Nutzern hat ein Update den Computer lahmgelegt.
Bei vielen Windows-Nutzern hat ein Update den Computer lahmgelegt.(Foto: REUTERS)

Vorsicht vor KB3001652: Windows-Update schießt Rechner ab

Derzeit schließt Microsoft mit mehreren Updates Sicherheitslücken in Windows. Nutzer sollten aber die Aktualisierungen nicht automatisch übernehmen, da ein Patch offenbar das System zerschießt und deshalb Rechner nicht mehr hochfahren.

Eigentlich ist Microsofts Patchday ein guter Tag für Windows-Nutzer, da zahlreiche Lücken vor allem im Internet Explorer geschlossen werden. Aktuell stopft Microsoft mit neun Updates insgesamt 56 Sicherheitslecks. Drei der Aktualisierungen stuft das Unternehmen als "kritisch" ein. Doch wie "Heise Security" berichtet, gibt es diesmal Schwierigkeiten. Zahlreiche Leser berichteten, dass die Installation eines Updates fehlgeschlagen und ihr Rechner "eingefroren" sei oder sich nicht mehr hochfahren lasse. Offenbar handelt es sich bei dem problematischen Update um den Patch KB3001652 Visual Studio 2010 Tools for Office Runtime.

Günter Born hat den Fehler in seinem Blog "Borns IT" dokumentiert, bei ihm hat es einen Rechner mit installiertem Windows 8.1 erwischt. Dass offensichtlich sehr viele Nutzer von dem Problem betroffen sind, zeigen die vielen Tweets zu KB3001652. Es ist also ratsam, angebotene Updates zu überprüfen und diese Aktualisierung auszulassen.

Hilfe für den Notfall

Microsoft hat den Problem-Patch inzwischen zurückgezogen, aber was kann man tun, wenn es schon zu spät ist und der Rechner hängt? Windows-Spezialist Born hat dafür eine Lösung. Er rät, die Computerverwaltung mit administrativen Berechtigungen zu starten, dann auf Dienste zu gehen und Windows Update anzuhalten. Falls es einen Fehler gibt, einfach nochmal probieren. Dann startet man den Dienst wieder und bootet Windows neu. Danach sollte das Update nicht mehr angeboten werden. Ein Microsoft-Mitarbeiter twitterte, man könne auch die automatische Windows Update-Problembehandlung verwenden. Born empfiehlt außerdem Microsofts Fix it. Sollte sich der Rechner gar nicht mehr starten lassen, hilft eventuell ein Neustart in den abgesicherten Modus, wo dann die empfohlenen Problembehandlungen vorgenommen werden können.

Die anderen Updates sollten Windows-Nutzer aber unbedingt installieren, um ihr System stabil und vor allem sicher zu halten. Die größte Baustelle ist wieder mal der Internet Explorer. Unter den 41 Schwachstellen in dem Browser sei auch eine seit rund einer Woche bekannte Lücke, über die Angreifer Webseiten so manipulieren könnten, dass sie den Anwender ausspionieren, schreibt "Heise Security". Durch andere Lücken ist es möglich, Schadcode ins System einzuschleusen.

Quelle: n-tv.de

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